Wühlmäuse bekämpfen: So wird’s gemacht

Wühlmäuse bekämpfenWühlmäuse sind kleine pflanzenfressende Nagetiere, die liebend gern an Baumrinden knabbern, Kartoffeln, Rüben, Gras- und anderen Pflanzenwurzeln, niedrig wachsendes Obst und Gemüse sowie Blumenzwiebeln und Knollen fressen und dadurch mehr oder weniger große Schäden am Pflanzenbestand eines Gartens oder Parks verursachen.

Eine brüchige Linie an der Gartenoberfläche ist ein Zeichen dafür, dass Wühlmäuse aktiv am Werk sind und ihre unterirdischen Gänge geschickt durch das Wurzelreich eines Gartens führen.

Was tun, wenn man mit diesem herausfordernden Wurzel- und Pflanzenvertilger konfrontiert ist? Realisierbare Lösungen sind in Sicht, denn mit einigen simplen Schritten und effektiven Maßnahmen lässt sich auch das Wühlmaus Problem unkompliziert und umweltfreundlich angehen.

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Über Wühlmäuse: Gut zu wissen

Wühlmäuse gehören zur Familie der Wühler. In Größe und Form ähneln sie stark den gewöhnlichen Mäusen, haben entweder grau-braunes oder dunkelgraues Fell (Rötelwühlmäuse unterscheiden sich durch ihre rötliche Fellfarbe), besitzen kleine oder versteckte Ohren sowie einen relativ kurzen Schwanz.

Bei den in Deutschland vorkommenden Wühlmäusen handelt es sich überwiegend um Schermäuse, Feldmäuse, Rötelwühlmäuse oder Bisamratten.

Feldmäuse können zwischen 4 cm und 17 cm groß werden, Rötelwühlmäuse und Scherwühlmäuse (auch als Wasserwühlmäuse bekannt) erreichen eine Länge von bis zu 22 cm.

Wühlmäuse vermehren sich ziemlich schnell und können mehrmals im Jahr jeweils bis zu zehn Jungtiere produzieren. Zwischen Frühjahr und Spätsommer kann die Reproduktionsrate überwältigend hoch sein.

Junge Wühlmäuse können bereits nach dem ersten Lebensmonat allein für sich sorgen und sind wenige Monate später in der Lage, sich fortzupflanzen. Kein Wunder also, wenn sich aus einigen wenigen Wühlmäusen im Handumdrehen eine echt unkontrollierbare Wühlmausinvasion entwickeln kann.

Wühlmäuse: Was tun

Für Wühlmäuse ist ein gut erhaltener Garten oder Park ein optimaler Lebensraum, um ihren Bedarf an wichtigen Nährstoffen zu decken. Sie sind nicht nur tagsüber, sondern auch in der Nacht aktiv.

Wühlmäuse halten niemals Winterschlaf. Sie finden im Frühjahr und Sommer unter breitblättrigen, dicht beieinander stehenden Pflanzen und Mulchdecken hervorragenden Schutz, während ihnen im Winter schneebedeckte Flächen besonders unter Jungbäumen einen idealen Unterschlupf bieten. Deshalb ist die effiziente Bekämpfung von Wühlmäusen für jeden Gartenfreund das ganze Jahr über ein relevates Thema.

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Wühlmäuse aus Park und Garten fernhalten

Sobald sich im Garten Wühlmäuse bemerkbar machen, muss eine wirkungsvolle Strategie entwickelt werden, um sie auf Distanz zu halten.

Ziel ist, das von den Pflanzenschädlingen auserkorene Biotop so wühlmausunfreundlich wie möglich zu gestalten, um ihre Präsenz idealerweise vollkommen zu eliminieren.

Wichtig ist: Nur wenn alle nachhaltigen und natürlichen Vorgehensweisen versagen, darf zu chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln gegriffen werden. Die folgenden Ratschläge und Tipps beruhen sowohl auf umweltfreundlichen präventiven Maßnahmen, als auch auf direkt einwirkenden, offensiven Methoden.

I. Vorbeugende Strategien

1. Wühlmäuse technisch distanzieren

Wühlmäuse Mauer

Es gibt zahlreiche smarte Methoden der Gartengestaltung, um Wühlmäuse langfristig in die Ferne zu treiben. Ein dicht eingezäunter Garten, der das uneingeschränkte Eindringen von Wühlmäusen hemmt, ist ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Hoch angelegte Beete sind nicht nur dekorativ und praktisch, sondern werden Wühlmäusen den Zugang zu Pflanzen und Wurzelgewächsen definitiv erschweren. Wühlmäuse bewegen sich fast nur auf oder unter einer Bodenebene und werden so gut wie nie höhere Ebenen durchforschen.

Tief eingesetzte engmaschige Drahtgeflechte rund um Pflanzen, Sträucher und Jungbäume bewahren Baumrinden und Wurzeln vor Wühlmausüberfällen. Ein Drahtgeflechtschutz sollte günstigerweise vor Herbstende installiert werden, um den im Winter aktiven Wühlmäusen entgegenzuwirken.

Und nicht zu vergessen: Kompostbehälter in Gärten oder Laubennähe sollten über die Wintermonate hinweg besonders gut verschlossen sein, anderenfalls könnten sie Wühlmäusen als optimaler Unterschlupf während der kalten Jahreszeit dienen.

2. Rasen kurz halten

rasen

Eine kurz gemähte Rasenfläche ist ein Muss für jeden gepflegten Garten.

Umso mehr, wenn dadurch eine potentielle Wühlmausplage abgewendet werden kann. Denn Wühlmäuse verstecken sich liebend gern in Arealen mit hoch gewachsenem Gras, in dem sie auch bei Tageslicht unbeobachtet ihr Unwesen treiben können.

Vor allem aber sollten Grasflächen rund um Gemüsebeete regelmäßig kurz geschnitten werden, so dass eventuelle Schlupfwinkel und Aktivitäten von Wühlmäusen eher wahrgenommen und ihre freien Zugriffe auf das kultivierte Gemüse abgewehrt werden können. Auf diese Weise bewahrt man eine schnelle Übersicht und die absolute Kontrolle über den Gemüsegarten und seine angrenzenden Bereiche.

Ein 30 cm tiefer und ebenso breiter Graben um das Gemüsebeet bietet zusätzlichen Schutz vor Wühlmausangriffen.

3. Eine niedrige Mulchschicht
– minimale Versteckmöglichkeiten

Mit Mulch bedeckte Pflanzen sind vor Witterungseinflüssen wie Frost und intensiver Trockenheit geschützt.

Eine dicke Mulchschicht ist für Wühlmäuse ein willkommener Ort, um sich zu verkriechen und ungestört an den Pflanzen zu nagen. Aus diesem Grund ist es ratsam, die aufgetragene Mulchdecke niemals höher als 2,5 cm bis maximal 3 cm zu halten.

4. Wühlmausabschreckende Pflanzen kultivieren

Wühlmäuse reagieren äußerst empfindlich auf Gerüche und suchen bei Vorhandensein bestimmter Pflanzen wie Knoblauch, Zwiebeln, Minze, Rote Kaiserkrone, Narzissen und Steinklee von allein das Weite.

Auch das stark aromatische Basilikum ist ein echter Wühlmausvertreiber und gedeiht von Frühjahr bis in die warem Herbsttage hinein im Garten.

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5. Effizient und ökologisch:
Haustiere und natürliche Feinde einsetzen

Katze gegen Wühlmäuse

Eine der wichtigsten und nutzbringenden Methoden der Wühlmausbekämpfung ist der Einsatz von Haustieren.

Zweifellos sind aktive Katzen hierfür besonders geeignet und ein Garant für einen wühlmausfreien Garten.

Aufgeweckte Katzen lokalisieren Wühlmäuse, die sie, selber wühlfreudig, ohne Schwierigkeiten eifrig aus ihren Gängen herausgraben oder geschickt im Garten fangen, wenn ihnen nicht andere natürliche Feinde wie Greifvögel, Füchse oder Wiesel zuvorkommen.


II. Offensive Strategien

Das Konzept einer radikaleren Vorgehensweise sollte tatsächlich nur angewandt werden, wenn alle nachhaltigen und tierfreundlichen Methoden versagen.

Drastische Praktiken wie der Einsatz von chemischen Mitteln und Giftstoffen, die den Garten in eine umweltfeindliche Zone verwandeln, sind nur in Ausnahmefällen zu empfehlen, denn sie bedeuten auch stets eine Gefahr für Menschen, Haustiere, wichtige Insekten und die Pflanzenwelt. Es gibt immer einen besseren Weg, um Garten oder Grundstück auf eine intelligente Weise in eine wühlmausfreie Zone zu verwandeln.

1. Wühlmausfeindliche Gerüche verbreiten

Wühlmäuse reagieren gereizt auf für sie unangenehme Gerüche, die von Menschen- oder Tierhaaren abstammen.

Ebenso kann Buttersäure eingesetzt werden, die in den Wühlmausgängen eingeträufelt wird, deren äußerst unangenehmer Geruch dort nach sofortiger Schließung der Gänge eingekapselt verbleibt und garantiert, dass Wühlmäuse augenblicklich das Weite suchen werden.

Alternativ dazu kommen Wühlmausabwehrmittel in Sprayform zum Einsatz, die aus ätherischen Ölen wie Minze oder Lavendel bestehen. Ein aus natürlichen, giftfreien Substanzen zusammengesetztes Repellent wird auf die betroffenen Stellen gesprüht und sorgt bei wiederholter Anwendung für einen wühlmausfreien Bereich. Auch Wühlmausgas wirkt auf eine ähnliche Weise und treibt die Pflanzenschädlinge in die Ferne.

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2. Wühlmausfeindliche Geräusche verursachen

Selbst inzenierte Geräuschkulissen können in unmittelbarer Nähe eines Wühlmausganges aufgebaut werden.

Laut tickende Wecker, geeignete Windspiele, Ballspiele und Kinderlärm sind ebenso sicherere Wühlmausvertreiber wie ins Erdenreich eingegrabene Flaschen, die bei jedem Windstoß einen Pfeifton von sich geben sowie die durch aufeinanderschlagende Metallgegenstände verursachten Geräusche.

Im Handel erhältliche Wühlmausscheuchen erzeugen bereits bei leichtem Wind mit Hilfe eines am Standrohr befestigten Windkreisels und der Klöppel wirkungsvolle Schallwellen. Diese akustischen Oberflächenwellen sind in der Lage, in einem Wirkungsradius von 600 m² bis 1200 m² Wühlmäuse auf Distanz halten. Moderne windbetriebene Wühlmausscheuchen werden ohne Batterien oder Strom betrieben, können ganz flexibel überall im Garten plaziert werden und passen übrigens auch als dekoratives Gartenobjekt recht gut in die übrige Gartenkulisse. Die Klopfgeräusche sind bei geschlossenen Fenstern oder in einem Abstand von mehr als 6 Metern für Menschen nicht wahrnehmbar.

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Auch batteriebetriebene Vibrationsgeräte zur Wühlmausabwehr in Stabform sind in ihrer Vorgehensweise sehr effizient, wenn sie korrekt eingesetzt werden. Ausgestattet sind sie mit einem wirkungsvollen Vibrationsmotor, dessen vibrierende Schallwellen von Wühlmäusen auch unter einer dichten Erdschicht als unangenehm registriert werden. Die Vibrationsgeräte oder Ultraschallsonden zur Wühlmausabwehr haben keinen negativen Einfluss auf Haus- und andere Gartentiere. Der Batteriewechsel an diesem handlichen Gerät kann direkt an dem in der Erde feststeckenden Wühlmausabwehrstab vorgenommen werden.

3. Natürliche und chemische Wühlmausköder

Wühlmäuse bevorzugen in jedem Fall natürliche Köder, die aus Pflanzen- oder Gemüsekomponenten wie getrockneten Rüben- oder Selleriestückchen bestehen und giftfrei sind.

Dennoch sind vor allem Großfarmer oftmals dazu gezwungen, einer sich anbahnenden Wühlmausplage mit drastischen Mitteln entgegenzutreten. Hier kommen die weniger attraktiven chemischen Wühlmausköder ins Spiel. Giftweizen oder einfach dosierbare Portionsköder wie Wühlmausriegel werden den Wühlmäusen zum Fressen in Wühlmausgängen oder Fallen vorgelegt. Die Wirkung des Giftes ist unmittelbar und kann eine große Anzahl an Wühlmäusen töten.

Giftige Köder dürfen auf keinen Fall in der Nähe von Gemüsebeeten oder Obstbäumen ausgelegt werden, um eine potentielle Aufnahme von Giftstoffen durch Pflanzenwurzeln völlig auzuschließen.

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4. Fallen für Wühlmäuse

Wer auf der Suche nach einer tierfreundlichen und stressfreien Lösung für sein Wühlmausproblem ist, könnte an einer wiederverwendbaren Lebendfalle für Wühlmäuse definitiv Gefallen finden.

Schnell und schmerzlos finden sich Wühlmäuse (und andere Nagetiere) in dieser moralisch vertretbaren Wühlmäusefalle wieder, wenn sie zuvor mit Hilfe des attraktiven, nicht toxischen Köders (geeignete Gemüsesorten wie Möhren-, Sellerie- oder Kartoffelstückchen) angelockt wurden.

Mit einer rationellen Lebendfalle, wie zum Beispiel einer Kastenfalle, können Wühlmäuse außerdem sicher aus dem Garten heraus transportiert und in einer naheliegenden Wildnis freigesetzt werden.