Was tun gegen Ameisen im Garten?

Was tun gegen Ameisen im Garten?

Ameisen kommen in unseren Breitengraden in großen Mengen vor. Sie sind nicht immer schädlich: Oft lockern sie den Boden auf, bekämpfen andere Kleinstlebewesen und helfen bei der Zersetzung toter Tiere. Wenn die Ameisen im Garten jedoch die Überhand gewinnen und zur echten Plage werden, dann muss man sie bekämpfen.

In diesem Ratgeber präsentieren wir die besten 8 Tipps zur Bekämpfung von Ameisen.


Wann kann man von einer „Ameisenplage“ sprechen?
Natürlich sind einpaar Ameisen nicht gleich eine „Plage“, doch wenn sie zu viel werden und störend sind (zB. wenn man auf der Wiese liegen möchte), dann sollte man etwas gegen die Ameisen tun. Heutzutage gibt es zum Glück viele Möglichkeiten.

Top 8 Tipps gegen Ameisen im Garten

Bevor man mit der Bekämpfung beginnt, sollte man sich über einige Ameisen-Basics im Klaren sein: So gilt ein Ameisenstaat nur dann als tot, wenn auch die Königin getötet wurde – schließlich kann die Königin schnell für neue Ameisen sorgen. Außerdem sollte man regelmäßig gegen die Ameisenplage vorgehen, da Ameisen rasch wiederkommen können. Ein Ameisenstaat besteht übrigens aus bis zu 500 Arbeiterinnen.

1. Ameisen-Mittel verwenden

Die wohl effektivste Methode gegen Ameisen: Spezielles Ameisen-Mittel. Dieses wird entweder direkt auf das Nest oder auf eine Ameisenstraße gestreut. Da die Ameisen das Mittel an andere verfüttern, hat es eine gute Nestwirkung: Nach und nach stirbt der Ameisenstaat ab.

Trotz des schnellen und raschen Wirkmechanismus muss man sich darüber im Klaren sein, dass das Gift auch für andere Lebewesen gefährlich werden kann. Deshalb sollte es man nur mit Bedacht einsetzen.

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2. Kochendes Wasser über das Nest schütten

Eine sehr brutale, aber auch effektive Methode: Kochendes Wasser kann dazu verwendet werden, ein ganzes Nest abzutöten. Dafür wird die kochend heiße Flüssigkeit einfach über die betreffende Stelle geschüttet.

Vor allem bei großen Nestern sollte man jedoch große Mengen drüberschütten, um wirklich zuverlässig alles zu vernichten.

3. Bier mit Honig als Falle verwenden

Bier gegen Ameisen

Abgestandenes Bier kann man zwar nicht mehr trinken, als Ameisenfalle eignet es sich jedoch ideal.

Wir empfehlen, das Bier in eine flache Schale zu schütten, in die Ameisen leicht klettern können. Anschließend fügt man dem Bier noch etwas Honig hinzu.

Das Gemisch in der flachen Schale stellt man dann am besten direkt auf die Ameisenstraße. Die Ameisen werden den süßlichen Geruch sofort wahrnehmen und in die Schale klettern. In der Schale ertrinken sie anschließend.

Übrigens: Diese Art der Ameisenfalle wird höchstwahrscheinlich auch andere Insekten, zB. Wespen, anlocken.

4. Neue Gewächse pflanzen

Tomaten gegen Ameisen

Natürlich haben auch Ameisen einen ganz besonderen Geschmack: Während sie manche Pflanzen lieben, halten sie sich von anderen eher fern.

Ameisen hassen zB. Tomaten, Lavendel oder Majoran. Pflanzt man diese Gewächse in die Nähe des Gemüsebeets, kann man sich sicher sein, dass der Ameisenbefall der Vergangenheit angehört.

5. Natürliche Mittel gegen Ameisen einsetzen

Zitronen gegen Ameisen

Neben Gartengewächsen gibt es noch eine Reihe anderer Dinge, die Ameisen so gar nicht leiden können.

Hat man Zuhause zB. einen Überfluss an Zimt, Gewürznelken, Chili oder Schalen von Zitronen, kann man diese zur Vertreibung von Ameisen verwenden. Dazu macht man einfach eine Art „Wand“ aus diesen Zutaten. Die Linie kann man zB. vor das zu schützende Objekt geben: Vor die Terrasse oder vor das Blumenbeet.

6. Professionellen Ameisenköder verwenden

Vor allem auf der Terrasse sind die kleinen Insekten gut sichtbar und nerven besonders. Hier sollte man ein Mittel verwenden, welches schnell und rasch wirkt.

Ameisenköder eignen sich besonders gut: Sie werden einfach auf der betroffenen Stelle positioniert und erledigen den Rest von alleine.

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7. Humane Methode: Ameisenhaufen einfach umsiedeln

Ameisen umsiedeln

Wer die fleißigen Ameisen nicht töten und sie einfach nur an einen anderen Ort transportieren möchte, für den gibt es eine simple und nicht tödliche Methode.

Am besten, man nimmt einen Blumentopf und füllt diesen mit sogenannter Holzwolle. Ameisen lieben Holzwolle. Der Topf wird dann kopfüber über das alte Nest gestülpt.

Innerhalb einer Woche sind die Ameisen in die Holzwolle umgezogen. Jetzt kann man einfach mit einem dünnen Objekt unter den Topf fahren, alles aufheben und die Konstruktion an einen neuen Ort bringen: So fordert man keine Todesopfer und die Ameisen gewöhnen sich im Regelfall schnell an die neue Umgebung.

8. Ätherische Öle gegen Ameisen einsetzen

Ätherische Öle gegen Ameisen

Ätherische Öle riechen zwar für den ein oder anderen Menschen gut, für Ameisen sind die Öle jedoch viel zu intensiv.

Daher kann man die Öle zur Vertreibung von Ameisen nutzen: Beispielsweise kann Teebaumöl mit Wasser vermischt werden und anschließend auf die Straßen und das Nest des Ameisenstaates geschüttet werden.

Hierbei gilt: Je intensiver das Teebaumöl, desto stärker die Anti-Ameisen-Wirkung.


Wie man Ameisen nicht tötet…

Natürlich gibt es bei der Ameisenbekämpfung auch Dinge, die man eher sein lassen sollte.

Ein gutes Beispiel ist die Tötung von Ameisen mit Backpulver: Zwar ist Backpulver ein bekanntes Oma-Rezept gegen Ameisen, es hat jedoch mehr Nachteile als Vorteile. Ameisen zerplatzen durch das Natron qualvoll. Dadurch kommt es nicht einmal zur Königin. Es ist also nicht nur sehr brutal, sondern auch sehr unwirksam.

Neben dem Backpulver sollte man auch auf die Vertreibung mit Insektiziden verzichten. Insektizide töten nicht nur die Ameisen, sie beschädigen auch das komplette Ökosystem im eigenen Garten: Hilfreiche und nützliche Insekten werden zerstört und auch viele Gewächse kommen mit giftigen Insektiziden einfach nicht zurecht.

Sollte man Ameisen überhaupt töten?

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, können Ameisen sehr nützlich sein: Sie lockern die Erde auf und vernichten Schädlinge. Doch gibt es auch Nachteile und sollte ich die Ameisen im Garten überhaupt töten?

Natürlich haben Ameisen – vor allem im Garten – auch negative Eigenschaften. So sind sie beispielsweise bekannt dafür, dass sie Blattläuse schützen und pflegen. Sie geben ihnen Nährstoffe und beschützen sie sogar vor anderen Feinden.

Außerdem können Pflanzenwurzeln durch die extreme Auflockerung der Erde den Bodenkontakt verlieren und im Endeffekt sogar vertrocknen.

Leider bauen sie ihre Nester oft in der Nähe von Häusern, Terrassen oder Einfahrten und können somit auch sichtbar werden. Bei älteren, schlecht abgedichteten Häusern kann es sogar passieren, dass eine Ameisenstraße im Haus entsteht. Rote Ameisen können Allergikern gefährlich werden, da sie heftige allergische Reaktionen auslösen.

Es gibt also durchaus berechtigte Gründe, Ameisen zu vertreiben oder zu töten. Sie stehen nicht unter Artenschutz, sind nicht bedroht und finden sich nahezu in jedem Garten. Außerdem gibt es auch humane Wege, Ameisen loszuwerden.


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Über Ameisen
Ameisen sind wohl die fleißigsten Tiere weit und breit. Doch sie sind nicht nur fleißig: Sie sind auch durchgeplant, haben eine ganz genaue Hierarchie und manche züchten in ihren Gärten sogar Pilze. Sogar der Tod einer Ameise ist genau geregelt: Um die Artgenossen nicht anzustecken, verlässt eine Ameise kurz vor ihrem Tod das Nest und stirbt einsam. Ziemlich selbstlos, oder?
Weitere Infos zu Ameisen findest du in diesem empfehlenswerten YouTube-Video!