Unkraut verbrennen

Unkraut verbrennen

Unkraut

In den wärmeren Jahreszeiten sprießt das Unkraut förmlich aus jeder Fuge: Egal ob in der Einfahrt zwischen Pflastersteinen oder auf gepflasterten Gehwegen. Das Unkraut sieht aber nicht nur unschön aus – es wächst auch noch ziemlich schnell. Wer also unkrautfreie Zwischenräume haben möchte, der sollte rasch eingreifen. Die beste Methode ist es, das Unkraut zu verbrennen, bzw. abzuflämmen.

Viele Hobby- und Profi-Gärtner kaufen sich aus diesem Grund einen speziellen Unkrautbrenner, der das Unkraut auf hohe Temperaturen erhitzt, bzw. komplett abbrennt. Vor allem besonders standhaften Kräutern soll so der Garaus gemacht werden.

Im folgenden Beitrag geht es ums Unkraut-Verbrennen: Wir klären, ob es überhaupt legal ist, was man benötigt, wie es funktioniert und zeigen Alternativen zur Verbrennung auf. Außerdem gibt es eine Schritt-für-Schritt Anleitung zur Verbrennung des Unkrauts.


Ist Unkrautverbrennung legal?

Der Gesetzgeber schreibt vor, dass es nicht erlaubt ist, Pflanzenschutzmittel oder Pestizide auf gepflasterten Flächen anzuwenden. Dazu zählen beispielsweise Terrassen, Hauseinfahrten und so weiter.

In Deutschland gibt es das sogenannte „Pflanzenschutzgesetz“. In Paragraph 12 schreibt dieses vor, dass Gräser und Kräuter mechanisch (zB. durchs Auszupfen) oder thermisch (Verbrennung) entfernt werden dürfen.

Jedes Gerät, welches auf thermischem Wege das Unkraut entfernt, ist somit legal. Neben Unkrautbrennern können das auch elektrische Geräte sein, die beispielsweise mit Infrarotstrahlen das Unkraut attackieren.

Übrigens: Das thermische Entfernen von Unkraut ist zwar auf gepflasterten Flächen und Wegen erlaubt. Es ist jedoch verboten, Unkraut auf Wiesen, Feldrainen oder Hängen abzuflammen. Die Gefahr eines unkontrollierten Brandes ist zu hoch.

Auch am eigenen Grundstück sollte man die abzuflämmende Fläche absichern, damit kein Brand entstehen kann. Aber dazu weiter unten mehr.

Wieso wird Unkraut verbrannt?

Unkraut verbrennen: Beispiel

Wenn das Unkraut aus allen Fugen kommt, suchen viele Menschen eine schnelle Lösung, um das Unkraut zu entfernen.

Das Jäten dauert lange, ist anstrengend und kommt für Personen im hohen Alter nicht infrage.

UnkrautbrennerDeswegen gibt es Unkrautbrenner. Sie heißen zwar so – wenn man die Unkrautbrenner aber nicht allzu lange auf eine bestimmte Stelle hält, entfernen sie das Unkraut ohne es zu verbrennen.

Vielmehr werden die Gewächse auf eine hohe Temperatur erhitzt. Im Inneren des Unkrauts befinden sich Eiweiße. Ab einer bestimmten Temperatur beginnen diese, sich zu zersetzen und zu fließen. Die einzelnen Kräuter platzen auf und sterben ab.

Das ist auch effektiver als herkömmliches Jäten, da das Unkraut-Verbrennen einen deutlich langfristigeren Effekt hat.

Tipp: Manche Kräuter reagieren besser auf das Abflämmen als andere. Bei vielen Gräsern liegt die Vegetationszone unter der Erde. Da man dort mit dem Flämmer schwer dazukommt, wachsen sie nach dem Abflämmen von dort aus wieder weiter. Es empfiehlt sich daher, bei hartnäckigeren Gewächsen das Abflämmen zwei- bis dreimal (jeweils in einem Abstand von 14 Tagen) zu wiederholen.

Was benötigt man?

Unkrautbrenner mit PropanUm das Unkraut-Verbrennen unkompliziert und vor allem sicher durchführen zu können, sollte man alle wichtigen Utensilien vorbereiten.

Das wichtigste Werkzeug: Der Unkrautbrenner mit Propangasflasche, die an den Brenner angeschlossen ist.

Ein Besen hilft dabei, die Überreste wegzukehren und aus dem verwucherten Weg wieder eine blitzeblanke Ebene zu machen.

Um die Sicherheit zu gewährleisten, empfehlen wir eine Schutzbrille und feuerfeste Handschuhe. Vor allem im Beinbereich kann es mit einem Unkrautbrenner schnell passieren, dass man der Haut mit der Flamme zu nahe kommt. Feste, geschlossene Schuhe und schwer brennbare Hosen aus Baumwolle sind deswegen sicherlich eine gute Idee.

Den richtigen Unkrautbrenner finden

Unkraut verbrennen ProduktBevor man einen Unkrautbrenner kauft, muss man sich darüber im Klaren sein, was für ein Gerät man eigentlich möchte.

Die meisten online angebotenen Geräte zum Unkraut-Verbrennen sind gasbetriebene Abflammgeräte, die es ca. ab 30€ aufwärts zu kaufen gibt.

Vor dem Kauf sollte man sich über die Eigenschaften des Geräts informieren. Ab 110 Grad aufwärts wird jedes Unkraut früher oder später in die Knie gehen.

Tipp: Meist werden die Unkrautbrenner im Set verkauft – neben dem Gerät werden also auch noch Gaskartuschen geliefert. So ein Set ist deutlich günstiger als der Kauf einzelner Flaschen.

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Wo kann man Unkraut verbrennen?

Unkraut entfernen auf Pflastersteinen

Egal ob man eine gepflasterte Einfahrt oder gepflasterte Wege hat: Das Unkraut bahnt sich überall seinen Weg.

Das sieht einerseits sehr ungepflegt aus und kann auch gefährlich werden: Wenn das Unkraut nämlich schon Überhand genommen hat, kann es rutschig werden. Besonders, wenn es vor kurzem geregnet hat.

Ein weiterer Punkt ist, dass manche Gewächse so starke Wurzeln bilden, dass einzelne Pflaster hochgehoben werden, was ebenfalls nicht erwünscht ist.

Verbrannt wird Unkraut also vor allem auf gepflasterten Flächen oder in Asphalt-, bzw. Betonritzen, wo es ebenfalls hervorquellen kann.


Unkraut verbrennen: Schritt für Schritt

Das Unkraut-Verbrennen funktioniert eigentlich bei jedem Gas-Gerät nach dem selben Prinzip.

1. Aufs richtige Wetter warten & vorbereiten

WetterWer Unkraut verbrennen möchte, der sollte auf trockenes Wetter warten. Ist alles nass und feucht, wird es deutlich länger dauern, bis man das Unkraut abgeflammt hat. Außerdem verbraucht man in dem Fall deutlich mehr Gas.

Ebenso sollte kein allzu starker Wind gehen (am besten, es ist windstill). Wind und Feuer sind keine gute Kombination: Ein kleines, brennendes Blatt reicht aus, um etwas anderes anzuzünden.

2. Gasflasche anstecken

GasflascheAls nächster Schritt wird die Gasflasche angesteckt.

Wichtig ist, dass man sich vorher die Anleitung des Herstellers durchliest und die Anweisungen genau befolgt, um Fehlerquellen zu vermeiden.

Bei größeren Gasbrennern ist es nötig, den Schlauch an einen Druckregler anzuschließen. Das steht aber (falls nötig) auch in der Anleitung.

3. Gasflasche platzieren

Nun wird die Gasflasche an einem Platz abgestellt. Wichtig ist, dass der Platz gesichert ist und die Flasche nicht umkippen kann, wenn man beispielsweise leicht am Schlauch zieht.

4. Gas anzünden

Gas anzündenAbhängig vom Gerät sollte es irgendwo einen Schalter geben, mit dem man das Gas anzünden kann – oder man muss es selbst anzünden.

Muss man es selbst anzünden, regelt man den Gashahn am besten auf die niedrigste Stufe und versucht dann am Unkrautbrenner das ausströmende Gas zu entzünden.

Geht es auf der niedrigsten Stufe nicht, kann man den Regler langsam etwas höher drehen.

5. Unkraut verbrennen

Die Flamme ist zu sehen, das Gas brennt: Jetzt kann mit dem Verbrennen des Unkrauts begonnen werden.

Dazu wird die Flamme über jedes Unkraut einpaar mal für kurze Zeit darübergehalten. Bei diesem Schritt ist wichtig, dass man die richtige Zeitdauer findet.

Hält man die Flamme zu kurz übers Unkraut, wird nicht viel passieren und das Unkraut wird weiter wachsen. Hält man die Flamme zu lange übers Unkraut, wird das Gewächs zwar komplett verbrennen – aber auf einer großen Fläche dauert es einfach zu lange.

Tipp: Nach dem Flämmen das Unkraut zusammendrücken. Gibt es Abdrücke in den Blättern, sind sie bereits zerronnen und kaputt. Bleibt kein Fingerabdruck auf dem Blatt, war die Behandlungsdauer zu kurz.

Vor- & Nachteile des Unkraut-Verbrennens

Vorteile

  • Schnelligkeit: Im Gegensatz zum Jäten ist das Unkraut-Verbrennen deutlich rascher erledigt.
  • Bequem: Die meisten Unkrautbrenner haben eine lange Stange, durch die das Gas fließt. Somit muss man sich nicht bücken und kann bequem – im Stehen – das Unkraut verbrennen.
  • Keine Chemie: Im Gegensatz zu Pestiziden entstehen beim Verbrennen keine gefährlichen Gifte, die ins Erdreich sickern und dem Boden schaden könnten. Das Verbrennen stellt somit eine umweltfreundliche Variante der Unkrautentfernung dar.
  • Unkompliziert: Hat man einmal mit dieser Methode Unkraut entfernt, wird man es auch in Zukunft gerne machen – das Anschließen und aktivieren des Brenners ist rasch erledigt und man kann schnell beginnen.

Nachteile

  • Vorsichtig sein: Da man bei dieser Methode der Unkrautentfernung dauernd mit Gas hantiert, sollte man Vorsicht walten lassen und immer hochkonzentriert bleiben. Verglichen mit dem Unkrautjäten ist es also nicht ganz so ungefährlich.
  • Insekten können verbrannt werden: Auf den Blättern des Unkrauts und in den Fugen zwischen den einzelnen Bodenpflastern halten sich viele Insekten auf – Nützlinge. Auch wenn man genau aufpasst, wird man beim Unkraut-Verbrennen um diese Kollateralschäden nicht drumherumkommen. Beim Jäten sterben also sicher nicht so viele Insekten.
  • Kosten: Da es beim Verbrennen / Flämmen dauernd eine offene Flamme geben muss, muss diese auch dauernd genährt werden. Das Entfernen von Unkraut dauert einige Zeit – und der Gasverbrauch ist nicht gerade gering.

Alternativen zur Verbrennung des Unkrauts

Neben dem Verbrennen gibt es noch weitere Möglichkeiten zur Unkrautentfernung.

Ein Unkrautvernichter, der nicht zu umweltschädlich ist, ist Salz. Salz wird in einem Verhältnis von 10:1 mit Wasser gemischt. Daraus entsteht ein Gemisch, welches auf Unkraut gegossen wird. Das Salz frisst Teile der Gewächse auf und lässt sie absterben.

Eine weitere beliebte Variante zur Entfernung ist kochendes Wasser. Das Wasser wird zum Kochen gebracht und dann auf die betreffenden Stellen gekippt. Diese Variante bringt das Unkraut ebenfalls zum Absterben.

Weitere Tipps findest du in unserem Beitrag zum Thema Unkrautentfernung.


Fazit: Unkraut verbrennen

Unkraut Pflastersteine

Die Unkrautentfernung mittels Verbrennung ist eine einfache und rasche Methode.

Es ist legal, solange man nur Unkraut in Fugen, bzw. zwischen Bodenplatten entfernt. Vorsicht ist jedoch geboten, da man dauernd mit Gas hantiert. Unkrautverbrennung an Waldhängen oder auf offenen Feldern ist jedoch nicht erlaubt, da daraus schnell ein großer Flächenbrand entstehen kann.

Wer Unkraut verbrennen möchte, der sollte auf einen sonnigen, warmen und windstillen Tag warten. Dann erzielt man die besten Ergebnisse und muss auch keine Angst davor haben, dass der Wind brennende Partikel verteilt.

Die Verbrennung von Unkraut ist umweltfreundlicher als chemische Methoden, wie beispielsweise die Nutzung von Pestiziden. Bei regelmäßiger Anwendung kann man auch hartnäckige Gewächse loswerden.

Nach der Verbrennung / Flämmung können die Reste mit einem Laubsauger aufgesaugt oder mit einem Besen weggefegt werden.