Tulpen ziehen und pflegen: Ratgeber

Du findest Tulpen genauso hübsch wie wir und fragst dich wie du sie am besten pflegst, hegst und vermehrst? Wo gedeihen sie am besten und was kannst du alles für die optimale Tulpenpflege tun?

In diesem Ratgeber findest du die besten Tipps und Tricks zum Thema Tulpenzucht und vieles mehr!


Tulpenarten & mehr

Mit über 5.000 unterschiedlichen Tulpenarten gehören die Tulpen wohl zu den beliebtesten und bekanntesten Blumen.

Ob geschnitten in der Vase oder als Zwiebel im Garten, ob mit gelber oder roter Blüte, gemustert oder gestreift – der Fantasie sind hierbei fast keine Grenzen gesetzt.

Da Tulpen auch noch frostbeständig sind, sind sie sehr pflegeleicht. Leider blühen sie aber nur im Frühjahr und ziehen sich dann für den Rest des Jahres zurück.

Die Tulpe kommt übrigens ursprünglich aus dem vorderasiatischen Raum, kam im Mittelalter in die Türkei und von dort aus im sechzehnten Jahrhundert nach Mitteleuropa. Das war auch ungefähr die Zeit, bei der schon erste Züchtungen aus Wildformen heraus entstanden sind.

In Holland angekommen, gab es einen „Boom“ – Tulpen wurden gehandelt als gäbe es kein Morgen mehr. Dieser Handel ging soweit, dass einzelne Tulpenzwiebeln besonderer Sorten soviel Wert waren wie hochherrschaftliche Häuser. Das betraf vor allem Tulpen, die eine gestreifte Blüte hatten – etwas ganz besonderes zu dieser Zeit.

Dieser Tulpenboom ist insbesondere in Holland bis heute geblieben. Zwar sind die Zwiebeln wesentlich weniger wert, dennoch produzieren die Niederlande heutzutage bis zu 80% der weltweiten verkauften Tulpen.

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Tulpen sind also sehr beliebt und erstrahlen in den schönsten Farben und Formen. Ob im Garten oder in der Wohnung, sie sind ein echter Hingucker!


1. Der richtige Standort

Tulpen mögen es in der Regel sonnig und trocken. Zumindest die meisten Tulpenarten, es gibt auch Arten, die zu viel Sonne nicht vertragen.

Am besten erkundigst du dich zuerst, welche Tulpen du haben möchtest und welche Standortbedingungen diese benötigen. Manche wachsen nämlich lieber im Halbschatten oder im Schatten. Mit mindestens sechs Stunden Sonne am Tag an deiner Pflanzstelle machst du aber nichts falsch.

Idealerweise ist der Boden vergleichsweise leicht, das heißt kein Lehm- oder Tonboden. Am besten eignet sich ein Boden mit viel Sand. Dort kann die Zwiebel gut abtrocknen und fault wesentlich schwerer. Tulpen lieben einen wasserdurchlässigen Boden.

2. Tulpen in der Wohnung ziehen

Tulpen zählen in der Regel zu den Gartenblumen, sie können aber auch Indoor gezüchtet werden. Am besten setzt du die Zwiebeln im Herbst, sie blühen dann zwischen Dezember und März. Verwende nicht mehr als 4 bis 8 Zwiebeln pro Topf. Diese sollst du den Winter über kühl platzieren. Am besten im Keller, in der Garage oder zugedeckt am Balkon!

Gute Ergebnisse erzielst du, wenn du normale Blumenerde mit Kompost mischt oder ein wenig Sand dazu gibst. Mit diesen Maßnahmen sind die Tulpenzwiebeln vorerst sehr gut versorgt.

Nach etwa 7 bis 10 Wochen sollten die Zwiebeln 5 bis 10 Zentimeter lange Blätter haben. Danach gewöhnst du die Tulpen schön langsam an Licht und Wärme und platzierst sie in einem kühleren Raum in deiner Wohnung. Optimal sind Temperaturen um die 17 Grad!

Erst, wenn sie größer und stärker sind, kannst du sie in deinem Wohnzimmer oder Wintergarten, etc. platzieren. Mit dem Gießen sollst du stets vorsichtig sein, denn bei Tulpenzwiebeln lautet die Devise immer: Weniger, ist mehr!

Beachte bitte: Du kannst deine Tulpen nur im ersten Jahr in der Wohnung kultivieren. Danach benötigen sie viel mehr Wärme, bzw. direkte Sonneneinstrahlung und auch Kälte, damit sie erneut austreiben!

Du kannst die Zwiebeln nach der Blüte in deinem Garten pflanzen. Dort können sie sich erholen und im nächsten Jahr erneut blühen.

Optional kannst du im Frühjahr frische Tulpen kaufen und sie in der Vase als Frühlingsdeko verwenden. Am besten schneidest du die frischen Tulpen an (zwei bis drei Zentimeter am Stielende), dadurch bleiben sie länger frisch und schön.

Du solltest das Wasser alle zwei bis drei Tage wechseln. Die Stiele dürfen nicht höher als 12 Zentimeter im Wasser stehen. Damit haben Bakterien und Co. keine große Angriffsfläche!

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3. Tulpen im Garten setzen

Tulpen sind in der Regel Gartenpflanzen. Wir zeigen dir nun, wie du sie am besten Outdoor züchtest: Grabe den Boden Mitte bis Ende November zuerst in einer Tiefe von 20 bis 25 Zentimeter um.

Tulpen benötigen eine gute Drainage, damit ihre Zwiebeln nicht verfaulen. Sie mögen es eher trocken. Wenn nötig, mische dem Boden noch etwas Sand bei, damit er wasserdurchlässiger wird.

Pflanze die Tulpe in etwa 15 bis 20 Zentimeter Tiefe in den Boden ein. Die Zwiebel muss mit der Spitze nach oben schauen. Jetzt sollst du diese fest im Boden andrücken und einmal ordentlich gießen. Das wars im Großen und Ganzen.

Ganz wichtig: Du sollst nicht mehr nachgießen bis die Zwiebeln ausgetrieben sind. Zu viel Wasser schadet deinen Tulpen nämlich. Der Abstand zwischen den einzelnen Zwiebeln sollte etwa 12 Zentimeter betragen. Achte stets darauf, dass du alle Zwiebeln gleich tief einsetzt, damit sie gleichzeitig blühen.

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Beachte bitte: Der Winterfrost macht den Tulpen nichts aus. Viele Tulpen benötigen diesen sogar, damit sie überhaupt austreiben können. Tulpen erkennen dadurch, dass der Winter vorbei ist und können danach erst austreiben.

Da sich Tulpen nicht gut gegenüber anderen Pflanzen durchsetzen können, ist diese Kälte sogar überlebenswichtig für sie. Kälte stellt für sie also den nötigen Anreiz dar um überhaupt auszutreiben!

4. Umgang mit verwelkten Tulpen

Verwelkte Tulpen sehen nicht schön aus. Doch das ist nur einer der Gründe warum du die Blüten, nicht den gesamten Stängel, entfernen solltest, wenn die Blüten verwelkt sind.

Verblühte Tulpen arbeiten noch weiter – sie bilden Samen aus. Das kostet die Blume unglaublich viel Kraft. In diesen Samen wird die gesamte Energie der Pflanze gesteckt, da sich diese damit unter anderem weiter vermehrt.

Wenn du die Blüten entfernst, sobald diese verblüht sind, dann kann die Energie nicht mehr in die Blüten, bzw. deren Samen wandern. Stattdessen fließt die Energie zurück in die Zwiebel. Diese wird dadurch stärker und bildet sogar Tochterzwiebeln ab einer bestimmten Größe.

Das ist auch die effiziente Variante um deine Tulpen zu vermehren. Beachte bitte, dass du diese Tochterzwiebel erst siehst, wenn sie sich von der Mutterzwiebel löst – bis dahin wächst sie im Inneren der Mutterzwiebel heran.

Lass auch die Blätter und die Stängel dran, bis sie im Winter von alleine absterben. Dadurch können die Tulpen besser wachsen und sich auf das nächste Jahr vorbereiten.

5. Tulpen gießen

Tulpen benötigen in der Regel wenig, bis gar kein Wasser.

Du solltest sie daher meist nur einmalig beim Anpflanzen gießen und danach nicht mehr. Sollten die Blätter doch hängen, kannst du einmal nachgießen, aber nicht mehrmals. Die Devise lautet hierbei: In Maßen gießen – nicht in Massen!

Höre mit dem Gießen auf, sobald die Blätter der Tulpe abgestorben sind. Das ist wichtig, damit die Zwiebel im Boden komplett abtrocknen kann und im Winter nicht verfault.

6. Tulpen im Winter

Tulpen benötigen die Kälte, um im nächsten Jahr wieder austreiben zu können.

Du musst sie daher nicht ausgraben und im Keller einlagern. Solltest du dir aber dennoch sehr unsicher sein und die Zwiebeln ausgraben wollen – oder dein Tulpenbeet anderweitig verwenden – dann achte bitte unbedingt darauf, dass die Zwiebeln komplett abgetrocknet sind, bevor du sie einlagerst. Sonst werden sie wahrscheinlich im Keller verfaulen.

Solltest du eine faulende, bzw. schimmelige Zwiebel in deinem Keller finden, dann musst du diese unbedingt entfernen. Kontrolliere dabei am besten die restlichen Zwiebeln, um eine weitere Verbreitung des Schimmels zu vermeiden.

7. Tulpen düngen

Tulpen solltest du in der Regel nicht düngen. In der Zwiebel sind genügend Stoffe eingelagert, welche die Tulpen mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen.

Solltest du trotzdem unbedingt düngen wollen, verzichte bitte auf stickstoffhaltige Dünger. Außerdem solltest du keine Langzeitdünger, wie beispielsweise Blaukorn oder ähnliches verwenden.

Nimm bestenfalls etwas Kompost und mische diesen der Erde bei. Das ist die natürlichste Variante und tut deinen Tulpen bestimmt gut!


Fazit: Tulpen ziehen und pflegen

Wie du siehst, ist die Tulpenpflege im Garten sehr einfach. Etwas komplizierter wird es dann in deiner Wohnung, weil du die Tulpen in unterschiedlichen Standorten und einer genauen Zeitabfolge umplatzieren musst. Aber auch das ist in der Regel machbar und funktioniert gut.

Wenn es um Tulpen in deinem Garten geht, dann musst du eigentlich nichts anderes machen als die Tulpen an einem sonnigen Platz zu pflanzen und anschließend zu gießen. Für den Fall, dass die Blätter zu hängen anfangen, solltest du die Tulpen ein wenig nachgießen, ansonsten kannst du ihnen getrost ungestört beim Wachsen zusehen.

Auch als Dekoelement im Frühjahr bieten sich Tulpen an, damit gibst du deiner Wohnung  einen Frische-Kick und begrüßt den Frühling vor deiner Tür!

Bei uns gibt es noch andere Beiträge rund um Themen aus der Pflanzenwelt, wirf doch einfach einen Blick in unsere Praxistipps.
Falls du etwas zum Thema „Pflanzen vermehren“ wissen möchtest, wirst du in diesem Ratgeber fündig!