Rosen pflegen: Der große Ratgeber

Rosen pflegen - RatgeberRosen zählen zu den Königinnen der Blumen. Sie erfreuen sich großer Beliebtheit und sind ein fester Bestandteil der internationalen Gartenkultur. Damit deine Rosen richtig gedeihen können, musst du sehr darauf achten, dass sie den richtigen Standort haben und ausreichend gepflegt werden –  das ist manchmal alles andere als einfach!

Doch wie pflanzt, hegst und pflegst du deine Rosen richtig? Was solltest du unbedingt beachten? Und was ist ein absolutes No-Go? In diesem Ratgeber erfährst du alles wichtige rund um die Rosenpflege und auf was du aufpassen musst, damit die Königin der Blumen ihrem Ruf gerecht wird.


Zwei Arten von Rosen

Solltest du Rosen pflanzen, hast du zwei Rosenarten zur Auswahl!

  • Wildrosen: Diese besitzen kleinere Blüten und bilden Hagebutten aus. Ideal für die Weiterverarbeitung als Marmelade oder Tee!
  • Edelrosen: Diese besitzen volle Blüten und bilden keine Hagebutten aus. Toll für farbenfrohe Blütenbilder in deinem Garten!

Wildrosen werden als besonders widerstandsfähig angesehen und schmücken viele Gärten. Die Wildrose  ist vor allem für Hummeln und Bienen ein fixer Bestandteil ihrer Nahrungskette.

Edelrosen dagegen sind aus Wildrosen entstanden und werden als besonders majestätisch  angesehen. Die Edelrosen werden gezüchtet, um möglichst volle Blüten in Hunderten von unterschiedlichen Farben zu entfalten. Sie duften auch um einiges intensiver als Wildrosen.

Rosen pflegen leicht gemacht


1. Rosen richtig pflanzen

1.1 Welche Bedingungen muss der Standort erfüllen?

Wenn du Rosen pflanzt, solltest du ein paar Dinge beachten: Rosen lieben sonnige und luftige, bzw. leicht windige Plätze. Vermeide beim Pflanzen unbedingt Südhänge, dadurch können Rosen zu viel Hitze abbekommen. Ideal sind ost- oder west-exponierte Plätze.

Weiters solltest du darauf achten, dass der Platz nicht zu feucht ist. Der Boden sollte tiefgründig und nährstoffreich sein. Ganz wichtig ist, dass du Rosen nicht an die Stellen pflanzt, wo zuvor schon andere Rosen wuchsen.

Warum ist das wichtig für dich? Rosen sorgen dafür, dass andere Rosen nur sehr schwer wachsen und gedeihen können. Das heißt, dass neue Rosen an der gleichen Stelle nur noch sehr langsam wachsen werden.

Beachte bitte, dass du vor dem Pflanzen der Rosen alle Unkräuter beseitigst. Diese entziehen sonst die Nährstoffe im Boden, die deine Rosen für das Wachstum dringend benötigen.

Rosen pflegen

1.2 Wie muss der Boden beschaffen sein?

Rosen sind sogenannte Tiefwurzler. Das heißt, dass die Wurzeln durchaus einen Meter und tiefer wachsen können. Daher ist es wichtig für dich, dass du einen tiefgründigen und idealerweise nährstoffreichen Boden in deinem Garten hast. Tiefgründig heißt, dass es keinen verdichteten Untergrund gibt, bzw. der Boden beispielsweise auch noch in einem halben Meter Tiefe wasserdurchlässig ist.

Das heißt für dich, dass du mögliche Verdichtungen unbedingt aufbrechen solltest. Sonst wird die Rosenwurzel irgendwann unweigerlich gegen diese Verdichtung stoßen. Um Verdichtungen aufzubrechen, verwende am besten eine Spatengabel.

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Solltest du einen sandigen Boden haben, dann füge am besten noch Gesteinsmehl hinzu. Dadurch werden diverse Mineralien dem Boden hinzugefügt, wie beispielsweise Kalium und Magnesium. Diese Nährstoffe sind sehr wichtig für deine Pflanzen.

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Wenn dein Boden zu schwer ist (aus Lehm oder Ton besteht), dann ist dieser in der Regel sehr nährstoffreich, speichert aber zu viel Wasser. Daher solltest du in diesem Fall Sand oder Kies hinzufügen, damit der Boden wasserdurchlässiger wird.

Rose pflegen Checkliste

1.3 Rosen im Garten pflanzen

Wenn du Rosen pflanzt, dann musst du diese auf jeden Fall bewässern, bzw. ins Wasser tauchen bevor du sie pflanzt.

Du stellst die Rosen bis zu 8 Stunden in einen Eimer Wasser und kürzt die Wurzeln anschließend ein – es reicht vollkommen aus, wenn die Wurzeln nur noch etwa 20 Zentimeter lang sind. Wurzeln, die kaputt sind oder vertrocknet, solltest du wegschneiden.

Deine Rosen sind gut bewässert? Sehr gut! Nun grabe ein Loch von ca. 50 x 50 Zentimeter. Mische noch etwas Komposterde dazu. Dadurch wird dein Boden nährstoff- und humusreicher und dadurch belebter. Anschließend trete die Erde fest und bewässere sie gut!

Mit dieser Methode kannst du auch Rosen an Stellen pflanzen an denen bereits eine Rose stand. Wichtig ist, dass du die alte Erde durch neue Erde ersetzt.

Am besten pflanzt du die Rosen im Oktober: Damit bilden die Rosen schon im Herbst weitere Wurzeln und blühen dann im nächsten Frühjahr viel früher.  Wenn du möchtest, kannst du die Rosen aber auch erst im Frühjahr einpflanzen – dann musst du aber mehr gießen!

Achte unbedingt darauf, dass die Veredelungsstelle eine handbreit, bzw. mindestens fünf Zentimeter unterhalb der Bodenoberfläche liegt. Die Veredelungsstelle ist jener verdickte Bereich am Stamm, aus dem die neuen Triebe wachsen.

Wenn du mehrere Rosen gleichzeitig einpflanzen willst,  dann haben wir hier ein paar Pflanzenabstände, die sich bewährt haben:

  • Beetrosen, die du einfach nur in ein Beet einpflanzt, damit dieses schöner aussieht, setzt du in einem Abstand von 30 bis 40 Zentimeter ein. 
  • Strauchrosen pflanzt du in einem Abstand von 1 bis 2 Metern. Wenn du eine Hecke haben willst, setze die Rosen in einem Abstand von 60 bis 100 Zentimern ein.
  • Zwergrosen, also besonders klein wachsende Rosen, setzt du in einem Abstand von 20 bis 30 Zentimetern in ein Beet ein.
  • Bodendeckerrosen benötigen eine dichte Pflanzung. Hier setzt du 1 bis 6 Rosen je Quadratmeter ein. Der Unterschied zu den Beetrosen ist einfach nur die Sprosslänge.
  • Kletterrosen nehmen sehr viel Platz ein, diese pflanzt du am besten im Abstand von 2 bis 6 Metern ein. Für diese eignen sich auch Geländer als Dekorationselement in deinem Garten.

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Rosen winterfest machen

1.3 Rosen im Kübel pflanzen

Rosen, die in einem Topf geliefert werden, stellst du so lange ins Wasser bis die komplette Erde nass ist. Wenn du den Topf komplett unter Wasser stellst, dürfen keine Luftblasen mehr auftauchen.

Wenn du deine Pflanzen in einen Kübel einpflanzen willst und nicht in deinen Garten, dann kannst du das übrigens das ganze Jahr über machen. Achte aber unbedingt darauf, dass du einen Kübel nimmst, der für Rosen geeignet ist. Denke stets daran: Rosen sind  Tiefwurzler. Wurzeln von einem Meter Tiefe sind also keine Seltenheit!

Der Kübel sollte also einen Mindestdurchmesser von 40 Zentimetern haben und mindestens 50 Zentimeter hoch sein. Je größer der Kübel ist, desto besser kann deine Rose wachsen.

Wenn du sicher gehen willst, dass das Wasser gut abfließt, dann fülle zuerst eine Schicht aus mehreren Zentimetern Blähton in deinen Kübel. Das ist wichtig, denn Rosen mögen keine Staunässe – also Wasser, das nicht mehr abfließen kann.

Wichtig ist auch, dass die Rosen keine Untersetzer haben – damit das überschüssige Wasser wieder komplett abfließen kann. Um deine Rosen zu pflanzen, fülle bitte den Behälter mit Blumenerde auf. Jetzt musst du nur noch die Erde fest andrücken und gießen.

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Rosen im Garten


2. Rosen gießen, düngen & schneiden

2.1 Rosen gießen

Rosen mögen weder zu viel Nässe, noch mögen sie zu wenig davon. Wenn sie zu viel Nässe abbekommen, sterben früher oder später die Wurzeln ab. Ist die Erde zu trocken, geraten sie unter Stress und sind dadurch anfälliger für Pilzkrankheiten. Damit das Gießen gut klappt, lass die oberste Erdschicht stets abtrocknen und gieße erst dann.

Die Faustformel lautet: Eine Rose benötigt etwa 10 bis 30 Liter Wasser je Quadratmeter. Außerdem solltest du immer nur direkt auf die Erde gießen – niemals über die Rose selbst.

Rosen bewässern

2.2 Rosen düngen

Damit deine Rosen immer genügend Nährstoffe haben, verwende am besten organischen Dünger oder Langzeitdünger. Letzterer besteht aus mineralischen und organischen Komponenten und wirkt daher sofort. Idealerweise düngst du im Frühjahr zum Austrieb. Du kannst aber auch Kompost verwenden!

Im Sommer zur Hauptblüte, düngst du noch einmal – dann ist die Rose für den Winter gewappnet. Dünge hier aber nicht mehr mit zu viel Stickstoff – wichtig ist jetzt für die Rose, dass die Triebe „ausreifen“ können.

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2.3 Rosen schneiden

Damit deine Pflanzen immer wieder gut blühen und austreiben, ist es wichtig, dass du die Rosen einmal jährlich zurück schneidest. Dafür benutzt du am besten eine Rosenschere. Du solltest nur an frostfreien und niederschlagsfreien Tagen schneiden.

Schneide dabei sämtliches krankes Holz heraus – das ist Holz, das komplett abgestorben ist, tot aussieht oder von Krankheiten befallen ist. Weiters schneidest du abgestorbene Blüten heraus. Das sieht nicht nur besser aus, sondern hält auch die Pflanzen gesund.  Außerdem bilden sie dann immer wieder neue Blüten.

Wenn du Wildtriebe findest, also Triebe die neu aus der Erde wachsen, dann solltest du diese abschneiden. Dafür kannst du die Erde an diesen Stellen freilegen und die Wildtriebe abschneiden.

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3. Rosenpflanzen überwintern

Die meisten Rosen überstehen den Winter sehr gut. Damit du ganz sicher gehen kannst, haben wir ein paar Tipps für dich zusammengestellt.

Am wichtigsten ist, dass du die Veredelungsstelle immer schützt – diese liegt idealerweise etwas unter der Erdoberfläche. Damit die Veredelungsstelle noch besser geschützt ist, gib zum Stamm noch etwas mehr Erde hinzu. Circa 20 Zentimeter Erde sollte es zusätzlich sein.

Bei Hochstämmen sieht das etwas anders aus. Wickel hier die Veredelungsstelle am besten mit einem Stoff ein.

Außerdem solltest du Rosen mit Leinen oder Jute(-säcken) abdecken. Dadurch sind diese zusätzlich vor Frost geschützt. Achte darauf, dass die Jutesäcke nicht zu nass werden. Sie erzeugen dadurch ein zu großes Gewicht auf den Stielen, wodurch diese brechen können.

Auf keinen Fall solltest du Plastikfolien oder ähnliches verwenden. Hierdurch bildet sich zu viel Feuchtigkeit und deine Rosen werden wahrscheinlich das nächste Frühjahr nicht überleben!

Töpfe stellst du am besten geschützt unter. Solltest du dazu keine Möglichkeit haben, dann nimm auch hier Jute oder ähnliches und wickle die Töpfe damit ein.

Rosen Kranhkeiten


4. Rosenpflege übers Jahr: Checkliste

  • Januar – Februar: Überprüfe hier deinen Winterschutz. Sitzen noch alle Jutesäcke? Schüttle immer den Schnee ab! Ersetze zu feuchte Jutesäcke durch trockene.
  • März: Wenn die Rosen den Frost gut überstanden haben, kannst du die Schutzmaßnahmen langsam entfernen. Ab jetzt kannst du auch wieder anfangen deine Rosen zu düngen. Nimm hierfür am besten Langzeitdünger.
  • April: Jetzt ist die perfekte Zeit um die Stämme wieder von der Erde zu entfernen. Weiters kannst du den Boden lockern und Unkraut entfernen. Wenn du möchtest, kannst du auch Mulchschnitt verteilen.
  • Mai: Die Erde kannst du jetzt wieder lockern. Vergiss das regelmäßige Gießen nicht, schneide Wildtriebe ab. Überprüfe die Rosen auf mögliche Schädlinge oder Krankheiten.
  • Juni: Unkräuter und Wildtriebe sollten wieder entfernt werden, welche das ganze Jahr über entstehen können. Du kannst auch mit Langzeitdünger nachdüngen und verwelkte Blätter entfernen.
  • Juli: Führe jetzt den Sommerschnitt bei blühenden Strauchrosen aus (z.B. verwelkte Blüten entfernen) und binde lange Triebe von Kletterrosen an entsprechende Gestelle an.
  • August: Jetzt ist ein guter Zeitpunkt für den Schnitt bei den Kletterrosen. Vergiss dabei nicht deine Rosen regelmäßig zu gießen. Sie sind zwar Tiefwurzler – benötigen aber in der heißen Jahreszeit viel Wasser!
  • September: Nun solltest du den Boden nicht mehr bearbeiten. Kontrolliere deine Rosen auf Pilzkrankheiten (z.B. Beläge auf den Blättern) und entferne diese. Weiters solltest du jetzt mit einem kaliumhaltigen Düngemittel düngen.
  • Oktober: Jetzt solltest du krankes Laub entfernen. Wenn du Rosen pflanzen möchtest, ist jetzt der perfekte Zeitpunkt dafür!
  • November: Jetzt solltest du den Winterschutz an deinen Rosen anbringen und spätestens Ende des Monats die Veredelungsstelle mit Erde anhäufeln.
  • Dezember: Vergiss nicht, deinen Frostschutz regelmäßig zu kontrollieren und je nach Kälte zu verstärken. Wenn es keinen Frost gibt und nicht zu kalt ist, solltest du deine Rosen auch ein wenig gießen.

Rosenplfege

5. Fazit: Rosen pflegen

Wie du siehst, hast du viele Möglichkeiten, um deine Rosen richtig zu pflegen. Hier zeigen wir dir noch einmal, was du alles beachten solltest, damit deine Rosen in voller Pracht gedeihen:

  1. Rosen pflanzen: Pflanze deine Rosen am besten in der Herbstzeit – dann haben sie den Winter über Zeit einzuwurzeln und blühen im neuen Jahr viel früher!
  2. Rosen gießen: Achte darauf, dass deine Rosen niemals von Staunässe betroffen sind. Das bedeutet für dich, dass du den Boden immer kurz trocknen lässt, bevor du die Rosen wieder gießt.
  3. Rosen schneiden: Entferne Wildtriebe immer beim Ansatz. Entferne auch verblühte Blüten und schneide trockene, sowie kranke Sprossen ab.
  4. Rosen einen guten Standort bieten: Rosen mögen es sonnig! Der Boden sollte wasserdurchlässig und tiefgründig sein. Außerdem solltest du das Unkraut entfernen.
  5. Rosen überwintern: Häufle den Stamm mit etwas Erde an und wickle die Töpfe mit Jutesäcken oder ähnlichem ein.

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