Rasen richtig mähen: Ratgeber

Rasen richtig mähenDie schönste Zierde eines Gartens ist ein saftig grüner, gepflegter und gut gedeihender Rasen.

Doch damit man sich an diesem auch erfreuen kann, sind sowohl Arbeit als auch Zeit erforderlich – denn ganz ohne Mühe wird ein Rasen natürlich nicht zum Blickfang.

Allerdings ist ein schöner Rasen in gewisser Hinsicht auch eine Sache des persönlichen Geschmacks.

Während der eine Gartenbesitzer eher den klassischen englischen Rasen bevorzugt, schätzen vor allem Familien grüne Spielwiesen, auf denen ihre Kinder herumtoben können.

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Fest steht, dass sich beides unmöglich vereinbaren lässt. Deshalb sollte bereits bei der Auswahl der Rasensaat auf die passende Sorte geachtet werden. Wünscht man sich einen „Rasen für die ganze Familie“, sollte die Saat möglichst robust sein.

Dennoch gibt es einige allgemeine Tipps, die man befolgen kann, um sich dauerhaft an einem schönen Rasen zu erfreuen.

Wir stellen 9 kleine, aber dennoch sehr wirksame Maßnahmen vor, damit auch dein Garten sich in saftigem Grün zeigt – und der Rasen umso besser gedeihen kann.


Rasen richtig mähen: 9 Tipps

1. Auf eine hohe Drehzahl und scharfe Messer achten

Rasen richtig mähen

Viele Gartenbesitzer arbeiten hierzulande bevorzugt mit dem klassischen Sichelmäher. Er ist mit einem waagerecht ausgerichteten Messer ausgestattet, welches das Gras mit rotierenden Bewegungen glatt abmäht.

Der integrierte Luftstrom gewährleistet, dass das Gras sich im Vorfeld aufstellt, so dass die Schnitthöhe am Ende identisch ausfällt.

Das abgeschnittene Gras gelangt anschließend durch eine Saugvorrichtung in einen Auffangbehälter, so dass es nicht manuell aufgelesen werden muss.

Hier vergessen nicht gerade wenige Nutzer, sich auch um die Messer des Geräts zu kümmern. Denn gerade wenn man einen Sichelmäher über einen langen Zeitraum in Gebrauch hat, wird es früher oder später soweit kommen, dass die Messer abstumpfen. Meist bemerkt man den Verschleiß erst, wenn der Schnitt ungleichmäßig wird.

Damit jedoch auch weiterhin ein sauberer Schnitt gewährleistet ist, sollten die Klingen in regelmäßigen Abständen geschärft werden.

Idealerweise wird die Schärfung etwa einmal pro Jahr vorgenommen – im besten Fall, ehe die Gartensaison beginnt. Hierfür sind keine professionellen Werkzeuge erforderlich, meist kann man die Klingen auch ganz einfach selbst schärfen.

2. Regelmäßiges Mähen lohnt sich

Rasen mähen

Zu eine der wichtigsten Voraussetzungen für einen schönen Rasen im heimischen Garten zählt das regelmäßige Mähen des Rasens.

Nur auf diese Weise können die Gräser sich bereits an ihrer Basis abzweigen, damit der Rasen schön dicht wachsen kann.

Experten empfehlen, mit dem Rasenmäher alle sieben Tage zu mähen. Allerdings steht einem häufigeren Mähen nichts im Wege – vor allem in den Sommermonaten nicht. Denn in der warmen Jahreszeit wächst das Gras deutlich schneller und kann daher ruhig auch öfter gekürzt werden.

Wie oft ein Rasen gemäht werden sollte, hängt jedoch auch von der Art des Saatguts ab:

Handelt es sich um eine schon ältere, gut gedüngte Rasenfläche aus qualitativ hochwertigem Saatgut, kann man mit einem Wachstum von etwa 2-3 cm pro Woche rechnen.

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Bei preiswerten Saatgutmischungen kann das Wachstum allerdings bei 3-4 cm pro Woche liegen – dementsprechend öfter sollte dann auch der Rasenmäher zum Einsatz kommen.

3. Beim Mähen auf die richtige Schnitthöhe achten

Rasen mähen Schnitthöhe

Die korrekte Schnitthöhe ist ein Aspekt, der von vielen Gartenbesitzern missachtet wird – was fatale Folgen für das Wachstum des satten Grüns haben kann. Daher ist es zu empfehlen, sich schon beim Kauf eines Rasenmähers damit zu befassen, wie sich die Schnitthöhe manuell regulieren lässt.

Bei nahezu allen Modellen auf dem Markt lässt sich ohne Probleme relativ einfach die Schnitthöhe regulieren.

Grundsätzlich kann man sich daran orientieren, dass bei den meisten Rasenarten eine Schnitthöhe von etwa 4 cm die richtige Wahl ist. Bevorzugt man einen etwas höheren Rasen, kann auch eine Schnitthöhe von 4,5 cm eingestellt werden.

Im Gegenzug sollte der Rasen allerdings nie zu weit gekürzt werden – denn dann kann dies negative Folgen für den Rasen selbst haben.

Tipp: Bei manchen Rasenmähern wird die Schnitthöhe nicht in Zentimetern, sondern stattdessen in verschiedenen Stufen angegeben. Um herauszufinden, welche Stufe welcher Schnitthöhe entspricht, sollte deshalb zunächst ein Blick in die Bedienungsanleitung des Herstellers geworfen werden. Ist darin nichts vermerkt, probiert man am besten verschiedene Schnitthöhen in einer unauffälligen Ecke des Gartens aus und wählt dann die passende Stufe für die restliche Fläche aus.

4. Für ein dichtes Wachstum: Den Rasen nicht zu sehr kürzen

Rasen nicht zu sehr kürzen

Unter Gartenexperten gilt die sogenannte Ein-Drittel-Regel beim Rasenmähen. Diese besagt, dass beim Mähen nie mehr als ein Drittel der Länge gekürzt werden sollte.

Doch warum ist dies so? Ganz einfach: Wird mehr als ein Drittel abgeschnitten, dann wird bei vielen Grashalmen der sogenannte Vegetationspunkt mit abgeschnitten.

Der Vegetationspunkt befindet sich etwa auf halber Länge und kann natürlich nicht exakt bestimmt werden – wird er jedoch abgeschnitten, benötigt das Gras deutlich länger, bis der Trieb wieder die gewünschte Länge erreicht. Auf diese Weise wirkt der Rasen nach und nach unregelmäßig und es wird zunehmend schwieriger, die Halme auf dieselbe Länge zu bringen.

Darüber hinaus verbrennt das Gras schneller, sollte es nicht ausreichend bewässert werden – und dies schadet sowohl der Optik als auch der Gesundheit des Rasens massiv.

5. Nie einen nassen Rasen mähen

Rasen nass Ratgeber

Grundsätzlich gilt es zu vermeiden, den Rasen bei Nässe zu mähen. Denn sind die Grashalme und Blätter nass, lassen sie sich kaum sauber auf die richtige Länge bringen.

Zudem wird der Rasenmäher mehr beansprucht und das Schnittgut kann leichter verklumpen, was wiederum den Zustrom in den Auffangbehälter verstopfen könnte.

Ist darüber hinaus der Boden durchnässt, kann es sein, dass die Räder von benzinbetriebenen Rasenmähern in die Erde einsinken und dort zu nachhaltigen Schädigungen der Graswurzeln führen. Daher sollte der Rasen möglichst nur bei schönem Wetter bzw. wenn er vollständig trocken ist, gekürzt werden.

6. Die volle Schnittbreite des Rasenmähers nutzen

Rasenmäher volle Schnittbreite

Es ist stets zu empfehlen, die ganze Schnittbreite seines Rasenmähers zu nutzen.

Nicht nur ist man dann deutlich schneller mit der Arbeit fertig – auch das Schnittbild wirkt einheitlich und exakt.

Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, dass der Mäher immer mindestens eine Radbreite in die bereits gekürzte Fläche ragt. So ist gewährleistet, dass der Übergang sauber und frei von unschönen Streifen bleibt.

7. Böschungen richtig und sauber mähen

Rasen mähenEin weiterer wichtiger Tipp lautet, Böschungen grundsätzlich immer quer zum Hang hin zu mähen.

Auf diese Weise lassen sich die Grashalme gleichmäßig kürzen und die Grasnarbe wird nicht etwa durch Unebenheiten auf dem Boden verletzt.

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Darüber hinaus ist es auch für die eigene Sicherheit zu empfehlen, dass man sich während des Rasenmähens an einer Böschung stets auf derselben Höhe mit dem Gerät befindet. So wird verhindert, dass der Rasenmäher einen selbst im Falle eines Sturzes nicht verletzen oder gar überrollen kann.

8. Auf saubere Rasenkanten achten

Weist der Rasen eine sogenannte englische Rasenkante auf – also einen Rand, der exakt abgeschnitten ist – sollten Gartenbesitzer unbedingt darauf achten, dass die Außenränder des Rasenmähers nicht in angrenzende Beete gelangen.

Ansonsten könnte es passieren, dass die Messerklingen Wurzeln oder Teile der Grasnarbe durchtrennt. Es ist zu empfehlen, lieber zunächst einen eher schmalen Streifen stehen zu lassen und diesen danach gezielt noch mit einer speziellen Rasenkantenschere zu kürzen.

9. Nach längerer Abwesenheit die alte Schnitthöhe zurückgewinnen

Es versteht sich von selbst, dass ein Rasen während längerer Abwesenheit meist nicht gemäht werden kann.

Erfolgt dies über mehrere Wochen hinweg nicht, dann sollte man in keinem Fall einfach drauflos mähen – besser ist es, die Grashalme in einzelnen Schritten wieder an die letzte Schnitthöhe zu gewöhnen. Auf diese Weise werden auch die Vegetationspunkte der Grashalme, die neu aus der Erde treiben, wieder Stück für Stück nach unten hin verlagert.


Berücksichtigt man diese neun Maßnahmen bei der Rasenpflege, kann man sich nachhaltig über einen schönen, dicht gedeihenden Rasen freuen – und dieser allein ist bereits ein toller Blickfang.