Rasen düngen im Frühjahr: Ratgeber

Der Frühling steht vor der Tür und somit stehen der Frühlingsputz und die Gartenpflege wieder an vorderster Stelle. Wie sieht es dabei mit deinem Rasen aus und was kannst du tun, um ihn wieder auf Vordermann zu bringen?

Als erstes solltest du ihn nach der langen Winterzeit mähen, vertikutieren und danach düngen: Du hast aber keine Ahnung, wie du den Rasen im Frühjahr am besten pflegst und düngst? Wir helfen dir weiter!

Am besten ziehst du dir deine Handschuhe und dein Gartenoutfit an – es geht gleich los!

In diesem Praxisleitfaden findest du alle Tricks und Tipps, um deinen Rasen im Nu wieder perfekt herzurichten!


Vorbereitung für die Rasenpflege

Oft ist der Rasen am Jahresanfang grau und braun, vielleicht sogar fleckig. Dabei handelt es sich in der Regel um einen sogenannten Rasenschimmel.

Das sind Pilze, die sich im Rasen festgesetzt haben, wenn es viel geschneit hat. Der Boden ist dadurch von der normalen Luft abgeschlossen und in der Folge sehr geschwächt.

Das sieht nicht nur unschön aus – jetzt musst du auch handeln!

Ende März / Anfang April sollst du den Rasen auf maximal fünf Zentimeter kürzen.

Ist der Rasen noch vom Vorjahr gemäht, brauchst du ihn nicht natürlich nicht zu mähen. Jetzt ist es erstmal wichtig, den Rasen von allem zu befreien, was ihn am Wachsen hindert.

Reche also einmal die komplette Wiese ab. Dann, nach etwa einer Woche, mähe den Rasen noch einmal. Dadurch kommt vor allem ein „frischer Wind“ in deinen Rasen.


Vertikutieren

Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt für dich gekommen, um den Rasen zu vertikutieren. Das heißt, du entfernst mit einer Maschine (oder manuell) das gesamte Moos, das abgestorbene Gras und zerschneidest dabei gleich noch die Erde.

Das klingt vielleicht erstmal etwas grob – aber dadurch hilfst du deinem Rasen, wieder besser atmen zu können und lockerst gleichzeitig etwas die Erde auf.

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Ein toller Nebeneffekt für deinen Rasen: Der Boden bekommt mehr Nährstoffe, weil das ganze Moos und Unkraut entfernt wurde, gleichzeitig hat nun das Gras bessere Chancen sich (wieder) zu regenerieren.

Der Vertikutierer sollte übrigens nicht zu tief eingestellt sein – etwa drei bis fünf Zentimeter sind vollkommen ausreichend.

Achtung! Wenn du den Vertikutierer zu tief einstellst, dann kann es passieren, dass du die Grasnarbe, also den Wurzelbereich der Wiese, beschädigst. Dadurch kann das Gras nicht mehr so gut wachsen und muss sich davon erholen.

Am besten fährst du mit dem Vertikutierer einmal in die Längs- und einmal in die Querrichtung über die Wiese.

Das ist zwar doppelt so viel Arbeit – du erwischst aber auch doppelt so viel Moos und andere störende Pflanzen, die sich festgesetzt haben. Außerdem machst du damit mehr Rillen in die Erde – was sich gleich doppelt so gut auf den Rasen auswirkt.

Ganz wichtig nach dem Vertikutieren: Rechen!  Wenn sich Moos und altes Gras gelöst haben, dann solltest du dieses von deinem Rasen entfernen.

Auf dem entfernten Moos und Gras können sich Krankheiten festsetzen, die wiederum deinem Rasen schädigen können. Diese Pflanzenreste solltest du am besten auf dem Kompost oder der nächstgelegenen öffentlichen Deponie entsorgen.

Frage hier am besten bei deinem Bezirk/Kreis oder deiner Gemeinde nach, wo du solche Pflanzenreste entsorgen kannst.


Kahle Stellen ausbessern

Solltest du kahle Stellen in deinem Rasen finden, dann hast du mehrere Möglichkeiten, diese auszubessern. Entweder nimmst du spezielle Rasenpads oder du verwendest Rasensamen, auch Nachsaat genannt.

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Egal ob du dich für die Rasenpads oder die Nachsaat entscheidest, zuerst solltest du das alte Gras der kahlen Stelle, inklusive der Grasnarbe, entfernen.

Die Grasnarbe versteckt sich in den ersten fünf bis zehn Zentimetern deines Rasens. Nachdem du sie entfernt hast, sollst du den Boden auflockern und neue Erde hinzufügen. Dadurch können die Wurzeln später in die Erde eindringen und besser anwurzeln.

Wenn du dich für Rasenpads entscheidest, dann achte bitte auf die Höhe der Rasenpads und lasse entsprechend Platz in der kahlen Stelle. Sonst könnte es sein, dass die Rasenpads etwas über den eigentlichen Rasen hinausschauen.

Wenn du dich für die Nachsaat entscheidest, dann fülle die kahle Stelle mit Erde auf, bis diese ebenerdig mit dem restlichen Rasen ist. Verteile nun die Rasensamen auf der Fläche und walze diese anschließend fest.

In beiden Fällen – Rasenpads oder Nachsaat – gilt nun: Wässern! Der Rasen darf ab jetzt an dieser Stelle nicht mehr austrocknen. Dein neuer Rasen ist anfangs noch nicht in der Lage Trockenheit zu überstehen und trocknet ohne deine Hilfe schnell aus.

Beachte bitte: Von dir ausgebesserte Flächen solltest du beim nächsten Mähen aussparen. Es kann sonst sein, dass dein Rasenmäher das Gras herausreißt. Warte lieber, bis der Rasen an der Stelle etwa sieben bis acht Zentimeter gewachsen ist. Dann kannst du dir sicher sein, dass das Gras fest angewurzelt ist.

Rasen verdichten

Leider sieht der Rasen nach dieser Tortur mit dem mehrmaligen Rechen, Vertikutieren und dem Ausbessern nicht unbedingt schön aus.

Du wirst viele Stellen finden, die etwas angeschlagen aussehen. Wo vorher Moos  war, wirst du jetzt kaum noch Grashalme finden. Daher solltest du jetzt überall Rasensamen  ausstreuen. Nach ein paar Wochen wird dein Rasen dann wieder wie neu aussehen. Vorausgesetzt natürlich, du hast regelmäßig gegossen.

Anschließend kannst du auch Blumensamen oder -zwiebeln kaufen, ganz nach deinem Geschmack und damit beispielsweise kleine Blumenbeete in deinem Rasen einbauen.

Tipp: Verwende am besten hochwertiges Saatgut. Dadurch wächst der Rasen schneller an und das Gras ist widerstandsfähiger gegenüber Trockenheit und Unkräutern.


Rasen düngen

Nun ist es endlich soweit: Du kannst deinen Rasen das erste Mal im Frühjahr düngen. Am besten nimmst du dafür einen sogenannten Starterdünger.

Der Starterdünger hat einen besonders hohen Anteil an Phosphor, dieser hilft dem Gras bei der Wurzelbildung.

Circa einen Monat später (im April oder Mai) kannst du mit einem Langzeitdünger nachdüngen. Dieser hat den Vorteil, dass er sich nur langsam auflöst und daher auch schrittweise die Nährstoffe an den Boden abgibt.

Der Langzeitdünger verfügt über eine hohe Konzentration an unterschiedlichen Inhaltsstoffen, wie Phosphor, Stickstoff und Kalium und sollte stets sparsam eingesetzt werden. Durch den sparsamen Einsatz des Düngers wird die Erde nicht überdüngt, sondern im Idealfall optimal versorgt.

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Beachte bitte, dass Stickstoff in größeren Mengen vom Rasen oder den Pflanzen benötigt wird. Daher kannst du zusätzlich auch deinen Rasenschnitt liegen lassen. Stickstoff wird nämlich sehr schnell aus der Erde herausgewaschen und durch die Zersetzung des Rasenschnittes  wird vermehrt Stickstoff frei gesetzt. Dieser wird anschließend von den Wurzeln des Rasens aufgenommen.

Der beste Zeitpunkt zum Düngen ist der Abend, damit das Gras nicht vom Düngemittel in Kombination mit der Sonne verbrannt wird.

Alternativ kannst du deinen Rasen auch kalken, das machst du beispielsweise bei einem starken Moosbefall oder bei einem sauren Boden. Ein saurer Boden bedeutet, dass der pH-Wert unter 7 liegt. Dies kannst du einfach mit einem sogenannten pH-Bodentester messen.

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Zusatzinformationen für dich: Mähen entzieht dem Rasen wichtige Nährstoffe und Blattmasse. Deswegen brauchst du anschließend Dünger, um den Boden mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Somit stellst du sicher, dass dein Rasen optimal wächst und sprießt!

Wenn du ganz sicher gehen willst, dass du richtig düngst, dann empfehlen wir dir an drei bis vier Stellen die Grasnarbe, also die obersten vier bis 10 Zentimeter deines Rasens, zu entfernen und die Erde darunter zu entnehmen.

Diese Erdproben kannst du bei einem Institut einschicken und dir die Nährstoffe des Bodens analysieren lassen. Solche Institute geben dir dann auch eine Empfehlung ab, wie viel nachgedüngt werden muss. Beachte bitte, dass du die Löcher anschließend wieder mit frischer Erde auffüllst und die Grasnarbe gut festtreten sollst.

Du kannst übrigens weniger Dünger unter dem Jahr verwenden, wenn du dir einen Mähroboter oder einen Mulchmäher zulegst. Das besonders feine Schnittgut bleibt dann auf deinem Rasen liegen, zersetzt sich langsam und die darin enthaltenen Nährstoffe stehen dem Gras ganzjährig zur Verfügung.

Der Rasen sieht dann etwas „Bio“ aus – dafür sparst du dir etwas Dünger und tust der Umwelt auch noch etwas Gutes.

Solltest du dich fragen, welcher Dünger der richtige ist, dann haben wir hier einen informativen Beitrag für dich.


Fazit: Rasen düngen im Frühjahr

Wie du siehst, hast du sehr viele Möglichkeiten, deinen Rasen schnell und einfach wieder auf Vordermann zu bringen.

Wichtig ist für dich vor allem, dass du zuerst einmal den Rasen von allem frei bekommst, was über den Winter liegen geblieben ist.

Wenn du ihn anschließend noch mähst, vertikutierst, kahle Stellen ausbesserst und zuerst mit einem Starterdünger, später dann mit einem Langzeitdünger behandelst, dann kann praktisch nichts mehr schiefgehen.

Die richtige Pflege und vor allem das richtige Maß an Düngemittel, garantiert dir einen schönen und gepflegten Rasen im Sommer, den du auch nicht vor deinen Nachbarn verstecken möchtest.

Solltest du mit der richtigen Rasenpflege im Frühjahr fertig sein und immer noch Lust haben, weiter in deinem Garten zu arbeiten, empfehlen wir diesen Beitrag: Die besten Tipps und Tricks zur Gartenpflege.