Rasen düngen: Ratgeber

Für viele Hobbygärtner gibt es nichts schöneres als einen sattgrünen und gesund aussehenden Rasen. Da Gras einen hohen Nährstoffbedarf hat und bei unzureichender Pflege schnell blass wirkt, bzw. sich braune Stellen bilden, bedarf es einer regelmäßigen Rasenpflege. Neben rechtzeitigem Mähen und angepasster Bewässerung gehört vor allem auch das Düngen zu den Hauptaufgaben bei der Rasenpflege. Mit unserem großen Ratgeber zum Thema Rasen düngen möchten wir dir dabei helfen, einen ganzjährig schönen Rasen zu verwirklichen.

Rasen düngen


Regelmäßige Pflege für den Rasen

Rasenpflege (gesunder Rasen)Obwohl Gras scheinbar überall wächst, hat es auf dem eigenen Grundstück einen sehr hohen Bedarf an Pflege. Nur wer sich ausreichend mit dem Thema beschäftigt, bekommt einen schönen Rasen, der gerne auch mal Bekannten und Verwandten präsentiert wird.

Wenn man über Rasenpflege spricht, denken die meisten ans Mähen. Das ist auch richtig so, denn das Mähen ist der Part der Rasenpflege, der am meisten Zeit in Anspruch nimmt.

Tipp: Zwischen den Monaten März und Oktober wächst Gras am intensivsten. Gartenexperten empfehlen, in diesem Zeitraum wöchentlich zu mähen.

Wer mulcht, sollte das bei trockenen Witterungsbedingungen machen. Das Mulchen ist ein essentieller Punkt bei der Pflege, da man dem Rasen viele Nährstoffe zurückgibt, wenn man die Schnittreste auf dem Boden liegen lässt. In diesem Fall muss man auch nicht allzu oft düngen.

Beim Mulchen unterstützt man die langfristige Fruchtbarkeit des Bodens auf dem eigenen Grundstück. Außerdem sorgt die Mulchschicht dafür, dass der Boden die Feuchtigkeit länger halten kann.

Damit der Rasen überhaupt gedeihen kann, braucht es Wasser. Viel Wasser. Heutzutage wissen wir, dass Grashalme zu mehr als 3/4 aus Wasser bestehen. Die richtige Bewässerung sollte man da also auch nicht unterschätzen.

Vor allem in trockenen Phasen (meist in den Monaten Juni, Juli, August) muss man aus der Bewässerung keine Wissenschaft machen. Es ist heiß, der Rasen ist trocken? 2-3 Mal pro Woche wird (nur abends oder morgens) bewässert. Es ist besser, dem Boden zu viel als zu wenig Wasser zu geben.

Gibt man dem Rasen über einen längeren Zeitraum zu wenig Wasser, kann das zu länger anhaltenden Schäden führen: Die Wurzeln verflachen, das Gras wird gelb, der Boden vertrocknet.

In feuchten Phasen (zB. lange Regenperioden, nach einem starken Gewitter, im Herbst) braucht der Rasen jedoch keine zusätzliche Bewässerung.

Meint man es damit zu gut, kann es zu Rasenkrankheiten kommen, die man so schnell nicht losbekommt (Pilze, Algen).

Tipp: Es gibt verschiedene Methoden, mit denen man überprüfen kann, ob der Boden bereits ausreichend nass ist. Es ist zB. möglich, ein kleines Loch zu graben und zu überprüfen, wie tief die durchfeuchtete, dunklere Erde reicht. Eine weitere Möglichkeit ist, ein Glas aufzustellen. Wenn der Wasserstand im Glas einige Zentimeter erreicht hat, ist der Boden nass genug.

Sollte ich den Rasen überhaupt düngen?

Viele Menschen düngen ihren Rasen gar nicht und scheinen trotzdem einen schönen Rasen zu haben.

Ungedüngter Rasen ist jedoch nicht sehr widerstandsfähig und die Situation kann schnell umschlagen. Ehe man sich versieht, wird aus dem sattgrünen Gras ein gelb-braunes Drama. Außerdem muss bei ungedüngtem Rasen sehr oft Unkraut gejätet werden, da es sich in dieser Umgebung deutlich schneller vermehren kann.

Was die Widerstandsfähigkeit betrifft, empfiehlt es sich also durchaus, den Rasen zu düngen. Wie bereits weiter oben erwähnt, ist das Mulchen eine gute Ergänzung zum Düngen – aber kein Ersatz. Wird gemulcht, kann die Düngefrequenz reduziert werden.

duengerEin weiterer Punkt, der oft angesprochen wird, ist das vermeintliche Gift in den Düngemitteln.

Egal ob Rasen-, oder Blumendünger (wie im rechten Bild) – oft bleibt ein übler Beigeschmack, wenn man Chemikalien auf dem eigenen Grundstück verstreut. Doch wie giftig sind Düngemittel wirklich?

Mineralische Dünger sind nicht sehr giftig und vergleichbar mit Kochsalz. Bevor man wieder Kinder und Haustiere auf die Wiese lässt, sollte man den nächsten Regen abwarten oder den Rasen selber kräftig bewässern.

Während man bei mineralischen Langzeitzugaben also nicht von einer großen Gefahr ausgehen muss, sieht es beim berüchtigten Blaukorn schon etwas anders aus.

Gesundheitshinweis: Blaukorn ist sehr giftig für Kinder und Hunde. Neben Erbrechen kann auch blutiger Durchfall die Folge sein, wenn Blaukorn verzehrt wird. Außerdem kann Blaukorn zu Knochenkrankheiten führen. Wenn nach dem Düngen Vergiftungserscheinungen bei Kindern (oder bei Hunden/Katzen) auftreten, sollte unverzüglich professionelle Hilfe angefordert werden.

Ausführliche Informationen zu giftigen Düngemitteln und wie man damit umgehen sollte gibt es bei Canosan oder beim Dogs-Magazin.

Tipp: Meist genügt schon ein Blick auf die Verpackung, um zu sehen, wie giftig das eingesetzte Produkt ist. Bei allen nicht-biologischen und nicht-organischen Düngern empfehlen wir sicherheitshalber, den Rasen danach kräftig zu bewässern oder bis zum nächsten Regen warten, bevor man den Garten wieder zum Spielen und Tollen freigibt.

Abschließend lässt sich sagen, dass der Rasen vor allem dann gedüngt werden sollte, wenn er blass aussieht, braun-gelbe Flecken vorherrschen oder Löcher, in denen kein Gras mehr wächst, entstanden sind. Bei nicht-biologischem Dünger sollte man jedoch besondere Vorsicht walten lassen.


Rasen düngen: So wird’s gemacht!

1. Welche Nährstoffe braucht mein Rasen?

Nährstoffe Rasen
Die richtigen Nährstoffe: Doping für den Rasen.

Wie bereits oben erwähnt, wird dann gedüngt, wenn der Boden an Nährstoffmangel leidet. Hat der Rasen seine lebendige, grüne Farbe verloren, obwohl man richtig bewässert und mäht, dann handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um den Mangel eines oder mehrerer Nährstoffe. Vor allem die folgenden 4 Nährstoffe sind für das gesunde Rasenwachstum essentiell:

  • Stickstoff: Stickstoff ist unverzichtbar für die Entstehung neuer Pflanzenmaterialien. Außerdem sorgt Stickstoff für ein schöneres, intensives Grün im Gras. Natürlichen Stickstoff bekommt man beispielsweise aus biologischen Abfallprodukten (zB. Knochenmehl oder Hornmehl). Bei Stickstoff handelt es sich um einen Langzeitdünger. In den meisten Düngern, die es im Supermarkt zu kaufen gibt, befindet sich bis zu 25% Stickstoff.
  • Phosphat: Phosphat spielt vor allem unter der Erde eine wichtige Rolle: Es ist ein Energieträger, versorgt auch die Kleinstlebewesen im Boden und stärkt das Wachstum der Wurzeln. Der pH-Wert des Bodens gibt Auskunft darüber, wie viel Phosphat im Boden vorhanden ist. Oft befindet sich im Boden bereits viel Phosphat, daher befindet sich in den meisten Düngern nicht mehr als 20%. Ist man sich bezüglich dem Phosphor-Gehalt unsicher, sollte man einen pH-Test durchführen. Je saurer der Boden, desto weniger Phosphor befindet sich im Boden – je basischer, desto mehr.
  • Eisen: In den meisten Düngemitteln befindet sich auch Eisen. Es sorgt einerseits für eine starke Grünfärbung, andererseits ist Eisen ein effektives Mittel gegen Moosbildung im Rasen.
  • Kalium: Zwar ist Kalium bereits im Boden gespeichert, das im Boden enthaltene Kalium kann vom Rasen aber nur in zu kleinen Mengen aufgenommen werden. Düngt man den Rasen, sollten auch Mittel mit Kalium zum Einsatz kommen: Bei ausreichender Kalium-Düngung kann das Gras den eigenen Wasserhaushalt viel besser regulieren und ist widerstandsfähiger gegen länger anhaltende Kälte- oder Hitzeperioden.
Tipp: Bei vielen Düngern, die es zu kaufen gibt, handelt es sich um universelle Düngemittel, in denen gleich mehrere (oder alle) Nährstoffe aus dieser Liste enthalten sind.

2. Wo kann ich Düngemittel kaufen?

Dünger ShopDüngemittel gibt es normalerweise im Baumarkt, in größeren Lebensmittelgeschäften und in Blumengeschäften.

Eine Alternative zum Kauf im Markt ist der Online-Kauf. Die größten Düngemittelhersteller verkaufen ihre Produkte mittlerweile auch auf Plattformen, wie zB. Amazon oder in speziellen Gartenshops.

Wenn man online einkauft, sollte man unbedingt einen Blick in die Kundenrezensionen werfen. Dort sieht man, was andere Käufer von diesem Produkt halten.

3. Welches Düngemittel sollte ich kaufen?

Die meisten Rasen-Langzeitdünger sind universell und eignen sich bei mehreren Rasenproblemen, da sie viele Nährstoffe miteinander vereinen. Zu den beliebtesten Herstellern von Düngern zählen unter anderem COMPO, Wolf, Substral oder Dehner.

Die Auswahl des richtigen Düngemittels hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Wie viel möchte ich ausgeben?
  • Möchte ich einen komplett biologischen Dünger oder kann es auch etwas chemisches sein?
  • Habe ich ein spezifisches Problem oder möchte ich dem Rasen allgemein etwas Gutes tun?
  • Soll ein Unkrautvernichter dabei sein oder soll es ein reiner Rasendünger sein?

Abhängig von diesen Punkten kann man sich nach dem passenden Produkt umschauen. Wir empfehlen außerdem einen Blick in die Bestsellerliste der Rasendünger.

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4. Wann und wie oft sollte ich meinen Rasen düngen?

Wann Rasen düngen?Beim Düngen unterscheidet man grundsätzlich zwischen Zierrasen und belastetem Rasen. Als „belasteten Rasen“ bezeichnet man Flächen, bei denen ideale Voraussetzungen für ein Wachstum nicht gegeben sind (zB. Rasen im Schatten oder Rasen, auf dem oft Menschen oder Tiere hin- und herlaufen).

Beim Zierrasen reicht es, 2 Mal pro Jahr zu düngen: Einmal im Frühjahr (idealerweise im April) und einmal im Sommer (idealerweise im Juli oder August). Vor allem die Düngung im Frühling ist äußerst wichtig, um dem Rasen eine Art „Starthilfe“ für das neue Jahr zu geben.

Hierfür gibt es spezielle Starter-Dünger, wie zB. das folgende Produkt:

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Bei belastetem Rasen sieht der Düngeplan etwas anders aus: Hier sollte 3 Mal pro Jahr gedüngt werden. Wie auch beim Zierrassen wird zuerst im Frühling (April) und dann im Sommer (Juli, August) gedüngt. Bei belastetem Rasen kommt jedoch eine weitere Düngung im Herbst (September, Oktober) dazu, um dem Rasen genug Kraftreserven für die kommenden Wintermonate zu geben.

Auch für die 3-Mal-Methode gibt es Dünger:

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Tipp: Vor allem in der Nähe von Bäumen ist eine 3-malige Düngung äußerst wichtig, da Bäume dem Boden viele Nährstoffe entziehen.

5. Wie dünge ich meinen Rasen richtig?

Eigentlich ist es egal, welche Methode man zum Düngen verwendet. Wichtig ist nur, dass das Düngemittel gleichmäßig auf dem Boden verteilt wird. Ungleichmäßige Verteilung sorgt für ein ungleichmäßiges Wachstum.

Dünger StreuerDie günstigste und zugleich sehr empfehlenswerte Methode ist das Düngen mit einem Universal-Streuer. Dabei füllt man den Streuer mit dem Düngemittel und geht dann in gleichmäßigen Linien über den Rasen, während man den Streumechanismus betätigt. Für kleine bis mittelgroße Flächen eignet sich so ein Streuer ideal.

StreuwagenVor allem auf größeren Rasenflächen wäre es umständlich, den ganzen Dünger mit einem kleinen Handstreuer zu verteilen. Für große Flächen empfehlen wir daher Streuwagen. Ein Streuwagen kann mit großen Mengen an Dünger befüllt werden und streut die Körnchen aus, während man den Wagen fährt. Besonders praktisch: Im Winter kann man den Streuwagen für Salz oder Kies verwenden.

Tipp: Als Alternative zum Kauf neuer Streuer kann man auch mit der Hand streuen. Nimmt man die Sache selbst in die Hand, sollte man jedoch immer Schutzhandschuhe tragen, um keine Hautreizungen oder Infektionen an offenen Hautstellen hervorzurufen.

Nachdem man den Rasen gedüngt hat, muss der Rasen bewässert werden, damit das Düngemittel ins Erdreich sickert. Hierzu wartet man entweder auf natürlichen Regen (idealerweise düngt man wenige Stunden vor Regenwetter) oder man wässert den Rasen am gleichen Abend selber.


Was sollte ich beim Düngen vermeiden?

In jedem Fall sollte man sich an die Herstellerangaben halten, was die Dosierung betrifft. Wer zu viel düngt, riskiert eine Überdüngung. Ein überdüngter Rasen ist sehr anfällig für Krankheiten und Pilzinfektionen.

Ein weiterer Fehler, den man tunlichst vermeiden sollte: Das Düngemittel einfach so liegen lassen. Nachdem man den Dünger auf dem Rasen verteilt hat, sollte man nicht tagelang auf den nächsten Regen warten.

Entweder der Regen kommt am gleichen Tag (oder in der Nacht) oder man nimmt das Wetterglück selbst in die Hand und wässert den Rasen: Nur so kann der Dünger in den Boden abfließen und die Gefahr für Kinder, Hunde und Katzen wird minimiert.

Fazit: Wie du siehst, lohnt es sich den Rasen zu düngen. Wer einen grünen und saftigen Rasen möchte, der kommt meist nicht drumrum. Damit alles glatt läuft, sollte man sich jedoch an die Herstellerangaben halten, den Dünger gleichmäßig verteilen und den Rasen danach bewässern, damit das Mittel ins Erdreich gelangt.