Was tun gegen kleine Fliegen in der Blumenerde?

Kleine Fliegen BlumenerdeHobbygärtner kennen das Problem: So manches Ungeziefer kann Blumen stark beschädigen und sich im ganzen Wohnraum ausbreiten. Zu den bekanntesten Schädlingen zählen die kleinen Fliegen in der Blumenerde. Sie tauchen oft einfach auf und vermehren sich rasant. Daher ist es umso wichtiger, schnell einzugreifen, damit die kleinen Plagegeister nicht die Überhand bekommen.

Im folgenden Beitrag zeigen wir, woher die kleinen Fliegen in der Blumenerde kommen und was man dagegen tun kann. Schließlich möchte keiner unnötige Schädlinge in den eigenen vier Wänden.


Woher kommen die kleinen Fliegen?

Bei den kleinen Fliegen, die sich in der Blumenerde scheinbar pudelwohl fühlen, handelt es sich meist Trauermücken (oder Obstfliegen).

Trauermücken legen ihre Eier in humusreicher und feuchter Blumenerde ab. Danach schlüpfen die Larven. Da dieser Prozess sehr schnell vonstatten geht, muss man sie auch schnell bekämpfen. Die Mücken kommen beispielsweise durch ein geöffnetes Fenster in die Wohnung und nisten sich dann auch gleich ein. Es ist auch oft der Fall, dass sich die Mücken bereits in der im Handel erhältlichen Blumenerde befinden. Lagert man die Blumenerde draußen, muss sie immer luftdicht verschlossen werden.

Nachdem die Jungen geschlüpft sind, fliegen sie wild im ganzen Wohnbereich herum und sind überall sichtbar – auf Tischen, an Fenstern oder auch an Wänden. Das ist ziemlich unappetittlich.

Zwar ist Blumenerde für Obstfliegen nicht die Lieblingsbrutstätte (das ist bei diesen Fliegen eher überreifes Obst und Obstschalen), aber es kann schon passieren, dass sich diese Fliegen auch verirren und in der Blumenerde niederlassen. Damit es nicht dazu kommt, sollte man Früchte entsorgen, noch bevor sie überreif werden.


Sind die kleinen Fliegen gefährlich?

Die kleinen Fliegen in der Blumenerde sind für den Menschen nicht gefährlich. Bei Blumen können sie jedoch großen Schaden anrichten: Sie ernähren sich von den Wurzeln der Blume.

Sind nur wenige dieser kleinen Plagegeister vorhanden, so muss man sich keine Sorgen machen. Vermehren sie sich und werden mehr, kann das für die Blume jedoch echte Gefahr bedeuten: Schädigen sie die Wurzeln der Blume zu stark, kann sie absterben. Sogar in der Landwirtschaft berichten die Bauern von ernsthaften Problemen mit Trauermücken, die in großen Scharen die Ernten bedrohen.


6 Methoden, um die kleinen Fliegen loszuwerden

1. Gelbsticker

Gelbsticker gegen FliegenBei Gelbstickern handelt es sich um grell leuchtende, gelbe Tafeln. Sie werden in die Blumenerde gesteckt und locken Trauermücken und diverse andere Fliegen an. Da auf ihnen ein spezielles (und ziemlich stark klebendes) Präparat ist, bleiben die Insekten darauf kleben und sterben kurze Zeit später ab.

In den Packungen gibt es gleich mehrere Tafeln (meist 10 oder 15 Stück). Somit kann man die Tafeln immer wieder verwenden, bis keine Fliegen mehr da sind.

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2. Fleischfressende Pflanzen

Fleischfressende Pflanze Dionaea gegen kleine Fliegen

Ein weiterer guter Tipp gegen die nervigen Mücken: Fleischfressende Pflanzen! Wir empfehlen vor allem das sogenannte „Fettkraut“. Die Pflanzen sollten in die Nähe der befallenen Pflanzen gestellt werden. Sie locken die Mücken an und lassen sie durch ihre Form und die klebrige Substanz nicht mehr los. Auch die Dionaea (besser bekannt als Venusfliegenfalle) eignet sich ideal im Kampf gegen die Fliegen.

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3. Spülmittel-Lösung

Als besonders effektiv hat sich die Spülmittel-Lösung bewährt: Dabei wird Fruchtsaft, Essig, Wasser und ein Spritzer Spülmittel in eine Schale gegeben. Diese wird anschließend in die Nähe der befallenen Pflanze gestellt.

Der Fruchtsaft lockt die Insekten an und das Spülmittel sorgt dafür, dass die Oberfläche keine Spannung mehr hat. Die Fliegen gehen also sofort unter und ertrinken in wenigen Sekunden.

Möchte man den Trauermücken richtig an die Pelle rücken, so empfehlen wir, gleich mehrere solcher Schalen im gesamten Raum aufzustellen. Dann ist man die nervigen Wurzel-Zerstörer schnell wieder los.

4. Streichholz

streichholzDiese Methode funktioniert nur anfangs, wenn sich der Mückenbefall noch in Grenzen hält.

Hier wird eine Packung Streichholz genommen und so viele Streichhölzer wie möglich kopfüber in die Blumenerde gesteckt. Der im Streichholz enthaltene Schwefel tötet die Mücken und auch die Larven ab.

5. Umtopfen

Pflanze TopfIst der Befall schon sehr stark und helfen die oben genannten Methoden nicht, so empfiehlt sich das Umtopfen der Pflanze. Dazu wird die Pflanze aus dem Topf genommen und die Erde so gut wie möglich von den Wurzeln geputzt. Anschließend lässt man über die Wurzeln Wasser rinnen, um Erdreste zu entfernen.

Nachdem das erledigt ist, gibt man die Pflanze in den Topf zurück und fügt neue Erde hinzu. Anschließend sollte man eine ca. 3-4cm dicke Sandschicht über die Erde geben, um einen erneuten Insektenbefall zu vermeiden.

6. Insektizide

Insektizid Fliegen in BlumenerdeHelfen die eher harmlosen Maßnahmen nichts und leidet die Blume noch immer am Trauermückenbefall, so gibt es nur noch eine Lösung: Insektizide.

Qualitativ hochwertige Insektizide töten die Mücken und deren Larven, während sie für die Pflanze und den Menschen nicht schädlich sind. Beim Kauf eines Insektizides empfehlen wir auf jeden Fall, die Kundenrezensionen durchzulesen und auf etwaige Warnungen acht zu geben.

Bei der Verwendung des Insektizides sollte man die Anleitung lesen und nur die empfohlene Menge des Mittels verwenden. Nutzt man zu viel, kann es zu Schäden an der Pflanze oder zu gesundheitlichen Gefahren kommen.

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Tipps, damit es nicht zum erneuten Befall kommt

Wir sind uns sicher, dass die Tipps im Kampf gegen die kleinen Fliegen geholfen haben. Damit es nicht nochmal zum Befall kommt, haben wir die folgenden 3 Tipps gesammelt. Sie helfen dabei, Schädlingsbefall effektiv vorzubeugen.

Gießen: Weniger ist mehr!

Vor allem Amateur-Gärtner glauben oft, dass Pflanzen oft gegossen werden müssen, um schnell zu wachsen und schön zu bleiben. Das ist bei vielen Gewächsen jedoch nicht der Fall. Bei Zimmerpflanzen ist es in der Regel sogar so, dass sie Trockenheit besser vertragen als übermäßiges gießen. Außerdem stellt feuchte Erde die ideale Brutstätte für Schädlinge dar.

Sand auf die Erde geben

Wie bereits weiter oben erwähnt, empfiehlt es sich, eine Schicht (ca. 3-4cm) Sand über die Erde zu geben. Viele Mücken können ihre Eier im Sand nicht ablegen. Somit schützt Sand effektiv vor Schädlingsbefall.

Kalk / Kieselsteinchen auf die Erde geben

Anstatt Sand können auch Kalk, bzw. kleine Kieselsteinchen verwendet werden. Sie müssen so platziert werden, dass die Erde abgedeckt ist. Die Fliegen finden somit keinen Platz mehr, um ihre Eier abzulegen und fliegen wieder davon.

Noch mehr allgemeine Tipps gegen Fliegen (vor allem gegen Obstfliegen) findest du im Beitrag „Fruchtfliegen vertreiben: 8 knallharte Tipps“.