Garten im Frühling umgraben: Ratgeber

Garten im Frühling umgraben: RatgeberWenn die ersten warmen Sonnenstrahlen sich nach einem langen, eisigen Winter endlich wieder zeigen, beginnt für so manchen Gartenbesitzer die neue Saison. Dann geht es los: Der Garten muss für den Frühling fit gemacht werden, damit er auch im neuen Jahr wieder in seiner vollen Pracht erblühen kann.

Ein wichtiger Teil dieser Vorbereitung ist das Umgraben.


Garten im Frühling umgraben

Vor dem Garten umgraben:
Eine erste Bestandsaufnahme im Garten

Frühling Garten

Ehe man mit dem Umgraben im Garten beginnt, sollte zunächst geprüft werden, wie es draußen nach dem Winter aussieht und was überhaupt getan werden muss.

Einige Pflanzen haben die eisigen Monate vielleicht nicht überlebt und müssen entfernt werden – doch bei manchen lohnt es sich bei genauem Hinsehen oft, sie weiter zu pflegen. Ein gutes Beispiel hierfür ist beispielsweise Bambus. Bei Frost rollt er sich zusammen und wirkt dann mitunter recht leblos, allerdings gedeiht er durch viel Wasser wieder hervorragend.

Auch die Beete sollten untersucht werden: Sind Pflanzen etwas hochgefroren, sollte die Erde wieder etwas angedrückt werden. Unkraut, Schnecken, Laubreste und ähnliches sollte man vollständig aus allen Beeten entfernen.

Warum sollte der Garten im Frühling umgegraben werden?

Garten Frühling

Sofern man seinen Garten nicht schon im Herbst umgegraben hat, sollte dies unbedingt im Frühling erfolgen.

Von besonders großer Bedeutung ist das bei einem schweren Lehm- oder Tonboden. Hier sollte man die Erde glatt harken sowie Steine und Unkraut beseitigen. Anschließend sollte der Boden für eine Weile ruhen, ehe man ihn wieder neu mit Saaten bestückt – dann haben Mikroorganismen die Chance, wieder an die Oberfläche zu gelangen.

Wann sollte man den Garten umgraben – und wann nicht?

Ist der Boden im Garten sandig und leicht, dann muss lediglich die oberste Humusschicht abgenommen werden, damit man die darunter liegende Sandschicht etwas ausgraben kann. Die oberste Schicht wird nun wieder untergemischt, da sie viele wichtige Nährstoffe enthält.

Schaufel Garten

Grundsätzlich gilt: Je höher der Sandanteil im Boden ist, desto eher sollte auf das Umgraben verzichtet werden. Darüber hinaus sollten mittelschwere und sehr humusreiche Böden ebenso nicht in jedem Frühjahr umgegraben werden – dies schadet ihm eher, als dass es dem Wachstum der Pflanzen hilft.

Wie geht man also richtig vor? Idealerweise kombiniert man die Vorbereitung im Frühling aus dem Lockern und Umgraben des Bodens – sofern es sich um einen humusreichen, normalen Boden handelt, der nicht zu schwer und nicht zu sandreich ist. Im besten Fall führt man eine intensive Umgrabung alle zwei bis drei Jahre durch, damit der Oberboden gut durchmischt und aufgelockert wird. Nach dem Umgraben genügt es dann, wenn man den Boden einfach nur etwas mit dem Rechen auflockert.

Bei Grasnarben im Garten sollte immer umgegraben werden

Sollen im Garten neue Beete angelegt werden – vor allem, wenn es sich um Flächen handelt, auf denen zuvor noch nichts angepflanzt worden ist – kommt man kaum um das Umgraben herum. Gras- und Rasennarben sollten hierbei möglichst tief unter die Erde befördert werden, so dass sich der Boden besser bearbeiten und zum bepflanzen vorbereiten lässt.

Unerwünschte Unkräuter und deren Wurzeln beseitigt man im Zuge dessen am besten sofort.

kartoffeln gartenAnschließend empfiehlt es sich, zunächst eine Gründüngung zu pflanzen, die ein tiefes Wurzelwerk entwickeln – wie zum Beispiel Lupinen oder Kartoffeln. Beide lockern die Erde gut auf und bereiten ihn somit ideal für die kommenden Jahre vor.


Alternativen zum Umgraben

Im Spätsommer, wenn die Ernte erfolgt ist, hat man mehrere Optionen.

Um die Beete vor dem nahenden Frost zu schützen, lassen sie sich zum Beispiel mit Laub oder Mulch bedecken. So bleiben die Pflanzen und ihre Wurzeln gut vor eisigem Wind und Schnee geschützt, was sie sicher ins neue Jahr bringt. Zwar ist es auch möglich, die Pflanzen mit Kompost abzudecken, doch die wertvollen Nährstoffe verlieren über den Winter hinweg meist einen Großteil ihrer Wirkungsweise.

Möchte man den Garten nicht umgraben, sollte zumindest nicht auf das Abdecken der Pflanzen verzichtet werden. So wird vermieden, dass der Boden zu sehr von äußeren Einwirkungen beeinflusst wird und über den Winter hinweg Schäden davon trägt. Auch wird verhindert, dass sich Unkraut breit macht. Nach der kalten Jahreszeit genügt es dann auch schon, die Erde dann etwas aufzulockern – dann sind wie wieder bereit für eine frische Bepflanzung, die dann optimal gedeihen kann.